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Consulting-Boom: Wie Capco hunderte an Jobs in Deutschland und der Schweiz schafft

Judith Kederer, Capco-Personalchefin Kontinentaleuropa.

Judith Kederer, Capco-Personalchefin Kontinentaleuropa.

Die Consulting-Branche brummt – besonders in den Finanzdienstleistungen. So hat das auf Financial Services spezialisierte Beratungsunternehmen Capco bereits im laufenden Jahr 120 neue Mitarbeiter angeheuert. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 130 bis 140 Arbeitsverträge unterschrieben sein. „Für das kommende Jahr gehen wir von einer ähnlichen oder sogar größeren Zahl an Neueinstellungen aus“, sagt Judith Kederer, Capco-Personalchefin für Kontinentaleuropa. Darüber hinaus habe Capco in der Schweiz und in Frankreich jeweils über 50 Neueinstellungen in 2013 vorgenommen.

Capco beschäftigt international gut 2000 Mitarbeiter. In Deutschland waren es bis vor der Finanzkrise in 2007 gerade einmal etwa 30 Angestellte. Doch mit der Krise stieg der Beratungsbedarf von Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern drastisch und mit ihm sprudelten die Aufträge an einschlägige Beratungsunternehmen wie Capco. Unterdessen ist die Mitarbeiterzahl in Deutschland auf rund 250 angewachsen, die vornehmlich am Standort Frankfurt, aber auch in München und Düsseldorf tätig sind.

Womit Capco Geld verdient

„Wir kommen ursprünglich aus dem Bereich Capital Markets“, erzählt Kederer.  Doch mittlerweile seien die Bereiche Finance, Risk, Compliance sowie Banking und Insurance hinzugekommen.  Dazu zähle die strategische Beratung ebenso wie die Optimierung der Prozesse und IT-Beratung.

„Da gibt es große Projekte“, sagt Kederer. „Wir befinden uns in einer Wachstumsphase und stellen in allen Bereichen neue Mitarbeiter ein. Diese suchen wir für alle Ebenen – vom Absolventen bis zum Managing Partner“, ergänzt die Personalchefin.

Gerade die wachsende Regulierung der Branche wirkt sich auf die Beratung wie ein Beschäftigungsmotor aus. „Allgemein kann man sagen, dass wir in den Bereichen Regulatory Compliance (z.B. SEPA, EMIR, FTT, MiFID, Basel 3, Solvency 2), Tranformation / Industrialization und Innovation die Wachstumsschwerpunkte für Capco sehen“, erläutert Kederer.

„Über alle Geschäftsfelder hinweg sind wir überzeugt, dass der Schlüssel zum Erfolg für unsere Kunden die Transformation des Geschäfts sein wird. Die meisten Kunden passen ihre IT-Systeme kontinuierlich an die veränderten Marktbedingungen an. Dies hat seit jeher schon immer hohen Aufwand und hohe Kosten verursacht. Diese Strategie wird angesichts der Komplexität der parallelen Veränderungen einerseits und des hohen Kosteneinsparungsdrucks andererseits nur noch schwer umsetzbar bleiben“, sagt Kederer.

„Unsere Kunden werden das gesamte Geschäft transformieren müssen. Es genügt nicht mehr, lediglich an einigen kleinen Stellschrauben zu drehen. Wir sehen es daher als essenziell an, nicht nur beratend tätig zu sein, sondern unsere Kunden auch bei der Implementierung und Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Konzepte und Prozesse zu begleiten und zu unterstützen. Dies kostet Geld, jedoch rechnet sich das Investment bereits mittelfristig“, ergänzt die Personalchefin.

Was Mitarbeiter mitbringen müssen, um bei Capco erfolgreich zu sein

Neue Mitarbeiter müssten Berufserfahrung in der Beratung oder in den Finanzdienstleistungen mitbringen. „Ideal ist, wenn sie über beides verfügen“, erläutert Kederer. Absolventen sollten erste Erfahrungen in diesen Bereichen z.B. durch Praktika gesammelt haben. „Wir stellen besonders Absolventen der Wirtschaftswissenschaften ein. Aber auch Mathematiker, Physiker, Informatiker und Wirtschaftsinformatiker haben bei uns gute Chancen“, sagt Kederer.

Ebenso wichtig sei der „Cultural Fit“, wie es die Personalchefin nennt. „Wir suchen den Unternehmer im Unternehmen, der Veränderungen mitmacht und selbst gerne gestaltet“, betont Kederer. Englisch sei wichtig; die meisten Absolventen würden heute ohnehin einen Auslandsaufenthalt mitbringen. „Es muss insgesamt passen.“ Die Einstiegsgehälter von Berufseinsteigern lägen bei 40.000 Euro aufwärts.

Chancen auf eine rasche Karriereentwicklung

Kederer betont die Vorzüge von Capco gegenüber größeren Consulting-Unternehmen und Großbanken. „Wir sind ein Haus, das stark wächst. Bei uns kann jeder Mitarbeiter das Wachstum miterleben. Das ist anspruchsvoll und herausfordernd; aber wenn man es mag, dann bietet das exzellente Chancen“, sagt Kederer. „Durch das starke Wachstum kann man schnell befördert werden.“ Für eine Beförderung gebe es keine Mindestzugehörigkeitszeit zum Unternehmen; Beförderungen gebe es alle sechs Monate. „Auf diese Weise können sich Karriere und Gehalt überdurchschnittlich entwickeln.“

Konkret sollten Bewerber für die vier Bereiche folgende Kompetenzen mitbringen:

Banking:

–          Branchen- und Prozesskenntnisse im Bankensektor, d.h. Kenntnisse des Bankgeschäfts, des aktuellen Marktumfelds, der Prozesse und unterstützenden Technologien.

–          Ggf. weitergehende Kenntnisse wie z.B. Digital Payments, Social Media Banking, Transaction Banking, Post-Merger Integration,  IT-Transformation und Oustsourcing.

Capital Markets:

–          Praktische Kenntnisse in Projektmanagement, Erstellung von Businessanalysen oder Fach-, Test- bzw. Migrationskonzepten.

–          Ggf. Kenntnisse in Bereichen wie Transaction Lifestyle Process Improvement; Front-, Middle- und Back-Office-Operations; Business Transformation; Project / Program Management.

–          Praxiserfahrung mit bankspezifischen IT-Anwendungen.

Finance, Regulation and Compliance:

–          Berufserfahrung in den Bereichen Rechnungswesen, Steuern, Risikomanagement und / oder Meldewesen / Aufsichtsrecht – entweder aus der Wirtschaftsprüfung oder aus der Unternehmensberatung für Finanzdienstleister.

–          Praktische Kenntnisse in Projektmanagement, Erstellung von Businessanalysen oder Fach-, Test- bzw. Migrationskonzepten.

–          Branchen- und Prozesskenntnisse im Bankensektor, d.h. Kenntnisse des Bankgeschäfts, des aktuellen Marktumfelds, der Prozesse und unterstützenden Technologien.

–          Ggf. weitergehende Kenntnisse wie z.B. relevanter SAP Module und über Basel 2

Insurance:

–          Praktische Kenntnisse in Projektmanagement, in der Erstellung von Businessanalysen oder Fach-, Test- bzw. Migrationskonzepten.

–          Branchen- und Prozesskenntnisse im Versicherungssektor, d.h. Kenntnisse des Versicherungsgeschäfts, des aktuellen Marktumfelds, der Prozesse und unterstützenden Technologien.

 

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