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Sechs Tipps, wie Sie das Verhältnis zu Ihrem Recruiter aufpolieren

Achten Sie darauf, wo Ihr Lebenslauf landet.

Achten Sie darauf, wo Ihr Lebenslauf landet.

Die Recruitmentwelt befindet sich im Umbruch – mit unmittelbaren Auswirkungen auf Kandidaten. Die Recruitmentagenturen müssen eine profundere Expertise und Kompetenz beweisen, da sie sich nicht länger auf exklusive Lebenslauf-Datenbank stützen können. Für diese Entwicklung sind Berufsnetzwerke wie LinkedIN verantwortlich. So verfügen z.B. vier von fünf Berufstätigen in Australien über ein Online-Profil.

Das schwierigere Wirtschaftsumfeld zwingt die Unternehmen dazu, ihre Kosten zu senken, womit auch die Ausgaben für Recruiter ganz genau unter die Lupe genommen werden. So hat beispielsweise erst kürzlich ein Finanzdienstleister aus Sydney ein zweiköpfiges Team für Direkt-Recruitment aufgebaut. Das hierzu erforderliche Geld hat das Unternehmen im vergangenen Jahr an Recruitment-Agenturen für gerade einmal drei Neueinstellungen gezahlt.

Diese Faktoren tragen zum Aufstieg der internen Recruiter bei. Dabei kann es sich entweder um Angestellte des Unternehmens handeln oder um Recruitment-Agenturen, die für das Unternehmen exklusiv tätig sind. Darüber hinaus trägt dies zu einer verstärkten Spezialisierung der Recruiter auf Kosten der Generalisten bei. Dies bedeutet auch, dass sich das Verhältnis von Recruitern und Kandidaten wandelt und damit auch die Weise, wie Kandidaten einen neuen Job finden. Wir haben sechs Punkte zusammengestellt, auf die Kandidaten achten sollten:

1. Verfolgen Sie, wo Ihr Lebenslauf landet

Finanzdienstleister verfolgen vermehrt einen „Multi-Channel-Ansatz“, indem sie sowohl direkt als auch über Headhuntern nach Personal suchen. Dagegen handelt es sich für Kandidaten um ein Tabu, sich über beide Kanäle zu bewerben; darunter würden Ihre Chancen leiden. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie genau verfolgen, wo Ihr Lebenslauf tatsächlich landet (Unternehmen, Person, Warum und Wann), um Doppler zu vermeiden.

2. Achten Sie darauf, dass die Angaben in Ihrem Lebenslauf konsistent sind

Vor dem Hintergrund, dass die Transparenz und Speicherung von Daten umfangreicher denn je ausfällt, sollten Sie auf die Einheitlichkeit Ihrer Daten achten. Dies betrifft Daten wie Gehälter, berufliche Stationen, akademische Leistungen, die Gründe für einen Jobwechsel, etc. Das gilt sowohl für Direktbewerbungen als auch für Bewerbungen über Recruiter. So benutzen die Inhouse-Recruiter wesentlich ausgefeiltere Datenbanken als in der Vergangenheit. Und es gibt diverse Ansatzpunkte: Lebensläufe aus der Vergangenheit, Referenzen und Online-Profile. All dies kann benutzt werden, um Ihre Angaben zu überprüfen. Sie wollen sich sicherlich nicht um eine große Chance bringen, nur weil Ihre Angaben unglaubwürdig ausfallen.

3. Lassen Sie sich einen Recruiter empfehlen

Sicherlich ist es vollkommen in Ordnung, wenn Sie einen Recruiter ansprechen, sobald Sie auf eine interessante Stellenausschreibung stoßen. Doch vor dem Hintergrund des harten Wettbewerbs um die verbleibenden Stellen, sollten Sie versuchen, sich von der Masse abzuheben, indem Sie über die Kontakte eines Recruiters direkt platziert werden. Empfehlungen stellen auch weiterhin den besten Weg für hochkalibrige Kandidaten dar, die nach einem neuen Job suchen. Darüber hinaus werden Sie – und dafür garantiere ich – weitaus persönlicher behandelt.

4. Finden Sie verborgene Jobs

Mit der fortschreitenden Spezialisierung arbeiten Recruitment-Agenturen immer häufiger auf vertraulicher Basis und verzichten auf Ausschreibungen. Im gegenwärtigen Umfeld heißt dies, dass Sie wissen sollten, an welche Reruitment-Agentur Sie sich in Ihrem Feld zu wenden haben. Das lässt sich über Freunde und Kollegen herausfinden. Bauen Sie eine exklusive Partnerschaft zu einigen wenigen Recruitern auf, damit Sie für die versteckten Karrierechancen gut positioniert sind.

5. Nutzen Sie die Expertise Ihres Recruiters

Der Ausbau der Inhouse-Recruitmentteams verschärft den Wettbewerb unter den Recruitern. Um darin bestehen zu können, müssen sie ihren Kandidaten mehr Hilfe anbieten. So können Sie mit dem Recruiter die aktuelle Marktsituation durchsprechen, sich Rat über das optimale Timing holen, Einblick in Unternehmen und ihre Hiring-Manager gewinnen. All das, bevor Sie sich auch nur bei dem Unternehmen bewerben.

6. Studieren Sie die Stellenanzeige

Im herrschenden Arbeitgeber-Markt können es sich die Unternehmen leisten, nach Kandidaten zu suchen, die nahezu perfekt auf das Anforderungsprofil und die Stellenbeschreibung passen. Damit bewahrheiten sich die altbewährten Regeln der Stellensuche mehr denn je: Bewerben Sie sich nur auf Stellen, die zu Ihren Stärken und Ihren Fachkenntnissen passen und stellen Sie sicher, dass Anschreiben und Lebenslauf für jede Stelle maßgeschneidert sind.

Dominic Moore ist Geschäftsführer und Mitbegründer des Recruitment-Unternehmens 325consulting in Sydney.

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