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Die Franzosen kommen: BNP Paribas will über 500 neue Stellen in Deutschland schaffen

Die Gallier blasen zum Angriff auf den deutschen Bankenmarkt.  So hat die französische Großbank BNP Paribas Deutschland als Wachstumsmarkt für sich entdeckt. „Daher plant die Gruppe das Unternehmen durch einen Ausbau des Personalstands um über 500 Mitarbeiter innerhalb von drei Jahren zu stärken und seine geschäftliche Effizienz und Sichtbarkeit zu verbessern, in dem z.B. BNP Paribas Niederlassungen gegründet werden“, wie es in einer Meldung des Unternehmens anlässlich der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2013 heißt.

Durch den Wachstumskurs will die Bank jedenfalls ihre Erträge in Deutschland bis 2016 auf 1,5 Mrd. Euro jährlich steigern. Eine Sprecherin von BNP Paribas Deutschland wollte nicht umreißen, wo der Mitarbeiterausbau stattfinden soll und welche Profile gesucht werden. „Dafür ist es noch zu früh“, sagte die Sprecherin. Dennoch enthalten die Ausführungen anlässlich der Halbjahreszahlen einige Hinweise, wo der Ausbau stattfinden könnte.

So will der Pariser Bankenriese seinen deutschen Online-Broker Cortal Consors zu einer vollständigen Online-Bank aufwerten. Bis 2017 strebt BNP Paribas hier 1,1 Mio. Kunden und einen Marktanteil von 1 Prozent bei privaten Kundeneinlagen an.

Darüber hinaus will das Institut im Corporate Banking expandieren und bis 2018 im Geschäft mit großen und mittleren Unternehmen zur Nummer 5 im deutschen Markt avancieren. Daher dürfte die angekündigte Eröffnung von Niederlassungen in Deutschland hauptsächlich auf Firmenkunden abzielen. Weiter soll das Leasing- und Factoring-Geschäft ausgebaut werden. Derzeit beschäftigt der Konzern bereits 3500 Mitarbeiter in zwölf unterschiedlichen Gesellschaften.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich BNP Paribas Securities Services Deutschland mit der Commerzbank geeinigt, deren Depotbankengeschäft zu übernehmen. Gegenüber eFinancialCareers hatte BNP Paribas Securities Services-Chef Gerald Noltsch sämtliche 84 Mitarbeiter der Commerzbank-Sparte eingeladen, zu BNP Paribas zu wechseln.

Bei den Quartalszahlen sieht es indes weniger rosig aus. Während amerikanische und Schweizer Banken im zweiten Quartal überzeugende Zahlen vorlegen konnten, musste BNP Paribas eine Verringerung der Erträge um 1,8 Prozent auf 9,917 Mrd. Euro verkraften. Der Vorsteuergewinn brach sogar um 9,6 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro ein, was indes immer noch einen recht auskömmlichen Wert darstellt. Auch die Aufwands-Ertrags-Quote von 63,4 Prozent kann sich sehen lassen.

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