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Die neun größten Dummheiten, die Banker in den zurückliegenden Monaten begangen haben

Stress

Wir alle begehen die eine oder andere Dummheit, doch wenn eine solche Bankern widerfährt, dann kann man sie am nächsten Tag in der Zeitung nachlesen – besonders wenn es sich um Finanzprofis von der Spitze der Nahrungskette handelt. Von peinlichen Festnahmen bis zu einem müden deutschen Banker hatten die vergangenen Monate so einiges zu bieten, wobei nicht immer ganz klar ist, ob man lachen oder weinen soll.

Der müde Banker

Für Schlagzeilen rund um den Globus sorgte ein deutscher Banker, der über seiner Tastatur einnickte – und zwar genau auf der Taste „2“. Damit gab er eine Überweisung über exakt 222.222.222 Euro und 22 Cent in Auftrag. Eigentlich sollten es jedoch nur schmale 62,40 Euro sein. Glücklicherweise war er nicht auf der Taste „9“ eingeschlafen.

Die Schweizer und ihr Bankgeheimnis

Falls Sie ein Verbrechen begehen, dann sollten Sie tunlichst die Beweise beiseiteschaffen. Auf keinen Fall sollten Sie die belastenden Daten an die Behörden schicken. Doch genau dies ist dem Schweizer Kundenberater Beda Singenberger widerfahren, der angeblich 60 Personen dabei geholfen hat, 184 Mio. Dollar vor dem Zugriff der US-Steuerbehörden zu verstecken. Seither nehmen sich die Behörden einen Delinquenten nach dem anderen vor. Laut einem Anwalt seien Kunden, die ihr Geld in der Schweiz verstecken, extrem schwer zu entdecken. Singenbergers Liste sei „der einzige Grund“ gewesen, dass die Behörden seine Mandanten belangen konnten.

Wohin mit dem Handy?

Eine Vorstellung der besonderen Art gab Olivier Desbarres, der- mittlerweile – ehemalige Chef des asiatischen Devisenhandels der britischen Großbank Barclays: Einige Bauarbeiter hatten einen Mordslärm verursacht, als sich Desbarres gerade ein wenig Ruhe und Erholung gönnen wollte. Doch anstatt die Bauarbeiter um ein wenig Ruhe zu bitten, wählte er eine Schimpftirade mit einem der höchsten jemals gemessenen Vorkommen des Wortes „F**k“. Weiter drohte er einem Bauarbeiter sein Handy dorthin zu stecken, wo es recht unbequem ist. „Ich bin ein Mann mit Ressourcen“, warnte Desbarres. Jetzt nicht mehr. Nachdem das Video auf wundersame Weise auf Youtube gelangte, verlor der Devisenhändler seinen Job. Das Video ist für Zuschauer unter 18 Jahren übrigens nicht geeignet.

Im Ton vergriffen

Mehr als ein kleiner Ausrutscher unterlief Paul Tudor, Manager eines Milliarden schweren Hedgefonds. Er erklärte öffentlich, dass es niemals so viele großartige Frauen im Investmentmanagement und Trading geben könne wie Männer. Denn ein Kind in die Welt zu setzen, stelle einen wahren Karrierekiller dar. „Sobald die Lippen des Babys die Brust der Frau berühren, ist es gelaufen“, sagte Tudor. Ein klitzekleiner Verstoß gegen die Political Correctness.

Im Aufzug stecken geblieben

Jeffries-Chef Richard Handler hat für 2012 die Kleinigkeit von 58 Mio. US-Dollar an Gehalt und Boni eingestrichen. Doch selbst mit dieser stolzen Summe lässt sich offenbar kein 360 Grad Panoramablick über Manhattan erwerben, sondern nur ein Rundblick von 352 Grad. Mit einer Klage wollte Handler den Bau eines Aufzugsschachtes eines benachbarten Gebäudes stoppen. In der Öffentlichkeit kam dies jedoch nicht sonderlich gut an.

Die ungeahnten Gefahren von Excel

So manchen jüngeren Investmentbanker scheinen die langen Arbeitstage mit Excel auf dumme Gedanken zu bringen. So verzeichnete ein 28jähriger Banker in einer Excel-Tabelle sämtliche Details über seine Dates wie Aussehen und andere Merkmale der Damen. Dummerweise gelangte die Excel-Datei mit den Namen aller Beteiligten auf verschlungenen Pfaden ins Internet. Damit dürften sich auch weitere Einträge erübrigt haben.

Sexuelle Vorlieben

Der New Yorker Investmentbanker Edward Sonderling scheint seinem Namen alle Ehre zu machen und eine Vorliebe für erotische Fantasien zu hegen. Jedenfalls gab es im Leben von ihm und seiner Freundin einen Moment, der aus „50 Shades of Grey“ stammen könnte. Nachdem die Beziehung geendet hatte, gelangte ein Foto von dem Vorfall auf die Titelseite des Boulevardblatts „The New Post“. Dies dürfe für sein Xing-Profil wenig geeignet sein.

Das Wunderkind

Alex Hope, 24jähriger Day-Trader und selbsternanntes Genie, sorgte für Schlagzeilen, als er in einem angesagten Nachtclub in Liverpool angeblich 200.000 Pfund ausgab. Anschließend gab er verschiedenen Medien Interviews über seinen Werdegang. Das Medienspektakel blieb auch der Finanzaufsicht nicht verborgen. Sie wirft ihm vor, illegale Investmentgeschäfte über 6 Mio. Pfund betrieben zu haben.

Libor

Über die Libor-Affäre ließ sich viel Tinte verkleckern. Einen besonderen Fall stellen zwei Mitarbeiter der Royal Bank of Scotland dar. „Es ist erstaunlich, wie viel Geld man mit der Manipulierung des Libor verdienen kann“, schrieb der eine in einer E-Mail. „Ich bin wie die Unterwäsche einer Hure“, antwortete der andere.

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