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Ranking: Bei welchen Schweizer Banken sich die Arbeit lohnt

Die Schweizerische Nationalbank in Bern.

Die Schweizerische Nationalbank in Bern.

Entgegen aller schlechten Nachrichten scheint die Schweizer Bankenbranche im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Laut dem Abschlussbericht „Die Banken in der Schweiz 2012“ der Schweizerischen Nationalbank purzelte die Mitarbeiterzahl sämtlicher Institute um 2,7 Prozent auf knapp 129.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr gingen also zwischen Genfer und Bodensee gut 3600 Jobs verloren.

Quelle: eFinancialCareers.ch / Schweizerische Nationalbank.

Quelle: eFinancialCareers.ch / Schweizerische Nationalbank.

Dagegen konnten sich die Beschäftigten über höhere Vergütungen freuen. Trotz der sinkenden Mitarbeiterzahl ließen die Schweizer Banken für ihre Angestellten in 2012 insgesamt 27,65 Mrd. Franken springen, was gut 2 Prozent mehr als im Vorjahr waren. In 2010 hatte dieser Wert noch bei gut 29,2 Mrd. Franken gelegen.

Der Bruttogewinn sämtlicher Institute schmolz indes um 7 Prozent oder 1,3 Mrd. auf 17,4 Mrd. Franken zusammen, wobei besonders die beiden Großbanken Federn lassen mussten. Die kumulierte Bilanzsumme lag mit 2,8 Bio. Franken nur 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei ihrer Geschäftspolitik scheinen die Schweizer Institute ihre Heimatliebe wiederentdeckt zu haben. Denn erstmals seit 1997 lagen die Inlandaktiven über den Auslandaktiven.

Die wichtigsten Fragen sind indes aus dem Bericht der Nationalbank nicht ersichtlich: Bei welcher Bankengruppe lohnt sich die Arbeit besonders und wo sind die Mitarbeiter tatsächlich ihr Geld wert? Wir haben nachgerechnet.

Falls Sie ein hohes Gehalt anstreben, dann sollten Sie möglichst bei der mit keinen 4200 Beschäftigten recht exklusiven Gruppe der Privatbankiers anfangen. Diese ließen für ihre Angestellten in 2012 durchschnittlich immerhin gut 281.000 Franken springen, was fast 42.000 Franken mehr als bei den eidgenössischen Großbanken waren.

Auch die Filialen ausländischer Banken zahlten mit fast 266.000 Franken recht gut. Wer indes bei einem ausländischen Institut mit Schweizer Banklizenz tätig war, strich lediglich gut 217.000 Franken ein. Unterdurchschnittlich zahlten hingegen die Kantonal- und die Raiffeisenbanken.

Quelle: eFinancialcareers.ch / Schweizerische Nationalbank

Quelle: eFinancialcareers.ch / Schweizerische Nationalbank

Falls man indes ausrechnet, wo die Beschäftigten pro Kopf den höchsten Bruttogewinn generierten, ergibt sich ein grundverschiedenes Bild: Obgleich die Beschäftigten der Kantonalbanken mit gut 166.000 Franken nur unterdurchschnittlich verdienten, erwirtschafteten sie einen Vorsteuergewinn pro Kopf von 218.000 Franken – das ist spitze. Bei den Großbanken brachten es die Mitarbeiter mit knapp 113.000 Franken gerade einmal auf gut die Hälfte des Vorsteuergewinns pro Kopf der Kantonalbanken. Noch schlechter schnitten die Privatbankiers mit keinen 112.000 Franken pro Mitarbeiter ab.

Bei der Bezahlung sicherten sich Privatbankiers und Großbanken also die Spitzenplätze, während sie bei den Gewinnen die rote Laterne trugen.

Quelle: eFinancialCareers.ch / Schweizerische Nationalbank

Quelle: eFinancialCareers.ch / Schweizerische Nationalbank

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Kommentare (2)

Comments
  1. Mein Mitleid gehört den Menschen, die sich ausschliesslich aufgrund der Entlohnung für einen Arbeitgeber entscheiden.

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