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Julius Bär stärkt Standort Frankfurt: Neueinstellungen absehbar

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Die Übernahme des Wealth Management-Geschäfts von Merrill Lynch durch Julius Bär führt zu einer Stärkung des Standortes Frankfurt. „Julius Bär hat entschieden, die europäischen Merrill-Lynch-Kunden auf die deutsche Buchungsplattform in Frankfurt zu nehmen“, sagte Julius Bär Deutschland-Chef Heiko Schlag dem Handelsblatt. „Damit stabilisieren wir unser Geschäft in Deutschland, weil wir so neben dem Standbein Private Banking eine zweite Einnahmequelle haben“, ergänzte Schlag.

Für die Rhein-Main-Metropole sprechen gegenüber dem Heimatstandort Zürich vor allem rechtliche Gründe. „Die Gründe für Frankfurt sind klar. Die Julius Bär Europa AG verfügt über die EU-Zulassung und ist gleichzeitig die deutsche Muttergesellschaft, d.h. eine deutsche Bank nach deutschem (Bafin-) Recht“, erläuterte ein Banksprecher.

Die Entscheidung komme angeblich auch bei den Kunden gut an. „Sie finden es charmant, dass sie bei einer Schweizer Bank sind und für sie zugleich die deutsche Einlagensicherung gilt“, erzählt Schlag.

Obgleich Julius Bär im Zuge der Übernahme auch einen Stellenabbau plant, scheinen die Zeichen in Frankfurt eher auch Neueinstellungen zu stehen. „Neueinstellungen oder Abbau kommentieren wir nicht, aber es handelt sich ja um einen Wachstumsschritt, wo neue Kollegen und Kolleginnen zu Julius Bär stoßen“, sagte der Unternehmenssprecher gegenüber eFinancialCareers.

Laut Schlag habe Julius Bär Erträge und Kundenzahl im vergangenen Jahr um 30 Prozent gesteigert. „Wir gewinnen Kunden von Großbanken und deutschen Privatbanken, die in schweres Fahrwasser geraten sind“, ergänzte Schlag.

Julius Bär hatte im vergangenen Jahr angekündigt, das Wealth Management-Geschäft  der Bank of America Merrill Lynch außerhalb der USA übernehmen zu wollen. Seinerzeit verwaltete die Sparte Kundenvermögen von 72 Mrd. Franken.

Die Integration soll bis Anfang 2015 schrittweise über die Bühne gehen. Bislang wurden bereits die Standorte Luxemburg, Monaco, Uruguay und Chile übernommen. Hongkong, Singapur und Großbritannien werden nach Unternehmensangaben noch im laufenden Jahr folgen. Im Zuge der Übernahme will Julius Bär die gemeinsame Kostenbasis um 15 bis 18 Prozent verringern, was rein rechnerisch auf einen Abbau von bis zu 1000 Stellen hinauslaufen könnte.

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