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Sechs Dummheiten, die Sie bei einem Videointerview vermeiden sollten

My waistcoat looks so good on Skype

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Telefoninterviews zählen mittlerweile zu den bewährten Methoden, um die Liste der Bewerber rasch und kostengünstig auszudünnen. Dagegen stellen Video-Interviews über das Internet eine vergleichsweise neue und immer beliebtere Methode dar – vor allem wenn die Kandidaten von weither kommen. Dabei erweist sich ein Video-Gespräch über Skype oder einen ähnlichen Dienst als eine ganz eigene Herausforderung. Wir haben sechs klassische Fehler zusammengestellt, die Sie bei einem Videointerview vermeiden sollten:

1. Langweilen Sie Ihre Zuhörer nicht

Haben Sie sich schon einmal Ihre eigene Stimme angehört – z.B. mit einem Diktiergerät? Oftmals fällt das Ergebnis wenig erfreulich aus. Die Gesprächspartner tendieren dazu, bei Videointerviews weniger tolerant gegenüber langen Monologen zu sein. Folglich spielen Kürze und Prägnanz eine große Rolle. Laut dem Headhunter Peter Harrison von Harrison Careers, der früher als Executive Director bei Goldman Sachs gearbeitet hat, ist die Aufnahmefähigkeit bei Videointerviews begrenzt. „Das Risiko, die Gesprächspartner zu langweilen, ist bei Videointerviews wesentlich höher. Daher sollten Sie nicht länger als 40 Sekunden sprechen, ohne dem Interview-Partner die Chance zu einer Zwischenfrage zu geben“, rät Harrison.

2. Fahren Sie sich nicht durchs Haar und gestikulieren Sie nicht wild

Meistens ist bei einem Videointerview lediglich Ihr Oberköper sichtbar. Noch häufiger bekommen die Gesprächspartner sogar lediglich Ihren Kopf und Ihre Schultern zu sehen. Für Sie stellen Ihre Gesprächspartner nur ein kleines Fenster auf Ihrem Laptop dar. Doch für die Gesprächspartner erscheinen Sie oft auf einem riesigen Flatscreen in einem schicken modernen Konferenzraum. Daher kommt jedwede Körpersprache bei Ihren Gesprächspartnern in Großformat an – das sollten Sie bedenken. „Wenn Sie wild gestikulieren, mit Ihrem Gesicht oder Ihrem Haar spielen, dann scheinen Sie in den Augen der Gesprächspartner abgelenkt zu sein und sie werden sich hierauf besonders konzentrieren“, sagt Recruiter Andrew Pullman von People Risk Solutions. „Wenn Sie dagegen krumm dasitzen oder sich in Ihrem Sessel herumlümmeln, dann wird dies als Signal dafür gewertet, dass Sie nicht wirklich interessiert sind. Darüber hinaus müssen Sie in die Kamera und nicht auf den Bildschirm blicken, um den Augenkontakt zu halten.“

3. Achten Sie auf Benutzernamen und E-Mailadressen

E-Mailadressen sollten kurz und prägnant ausfallen. Das zählt zu den ältesten Ratschlägen, seit es Online-Bewerbungen gibt. Das gleiche gilt für Skype-Benutzernamen. Diese sollten in einem Bezug zu Ihrem Namen stehen und nicht allzu ausgefallen sein. Denn die Gesprächspartner sehen natürlich Ihren Benutzernamen und sollten dabei nicht zu vorschnellen Schlüssen verleitet werden. „Wir hatten schon eine Frau, die wir zu einem Vorstellungsgespräch für eine Führungsposition in einer Bank eingeladen hatten und ihr Benutzername lautete ‚Luder150‘“, erzählt die Interview-Beraterin Margaret Buj. „Sicherlich kann man solche Nutzernamen nicht ernst nehmen, doch jede Form von witzigen Nutzernamen hinterlässt einen negativen Eindruck.“

4. Bedenken Sie: Es handelt sich um Ihre einzige Chance

Bei einem Videointerview handelt es sich nicht nur um ein informelles Vorabgespräch vor einem ‚richtigen‘ Vorstellungsgespräch. Falls Sie das Videointerview vermasseln, dann war’s das in den meisten Fällen. Laut dem Recruiter James Sayer besteht der größte Fehler der Bewerber darin, ein Videointerview nicht ernst zu nehmen. „Daher sollten Sie sich genauso serös in einem Video präsentieren, wie Sie es in einem Geschäftsmeeting würden“, ergänzt Sayer. „In den Videointerviews wird nach Ihren Kompetenzen gefragt, es gibt fachliche Fragen und auch Brain Teaser. Schließlich können Skype-Interviews bis zu einer Stunde dauern“, erzählt Buj. „Bereiten Sie sich genauso vor wie auf ein gewöhnliches Vorstellungsgespräch.“

5. Seien Sie in der richtigen Stimmung

Es mag offensichtlich erscheinen: Doch ein Vorstellungsgespräch von seinem Küchentisch aus zu führen mit Badelatschen und mit dem Risiko dass die Kinder oder der Familienhund durchs Bild huschen, ist nicht sonderlich ratsam. Auch das Interview in der Mittagspause von Starbucks aus zu führen, stellt keinen Geniestreich dar. „Sie sollten sich einen ruhigen, sauberen Raum suchen, wo die Ablenkungen auf ein Minimum beschränkt sind und achten Sie auch auf die Lichtverhältnisse. Versuchen Sie einfach, ein professionelles Umfeld herzustellen“, rät Pullman.

6. Beherrschen Sie die Technik

Zwar sind die meisten Systeme für Videokonferenzen selbsterklärend. Dennoch sollten Sie schon vorab trainieren, damit Sie mit der Technik vertraut sind. Das gilt besonders, wenn Sie keine oder wenig Erfahrung mitbringen. Falls das Vorstellungsgespräch länderübergreifend oder sogar zwischen zwei Kontinenten stattfindet, dann gibt es bei den Übertragungen immer Verzögerungen. Dies müssen Sie bei Ihren Antworten in Betracht ziehen, um peinliche Unterbrechungen zu vermeiden. „Manchmal funktioniert die Technik nicht so wie sie sollte und der Gesprächspartner hört Ihre Worte erst ein oder zwei Sekunden, nachdem Sie sie gesagt haben“, sagt Harrison. „Zeigen Sie deutlich, wenn Sie eine Antwort beendet haben oder wenn Sie eine Pause einlegen und hören Sie auf weiterzusprechen, bis der Gesprächspartner seinerseits wieder einsetzt.“

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