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Fünf Dinge, die Sie unterlassen sollten, wenn Sie die CFA-Prüfung bestehen wollen

In den Besitz eines CFA-Zertifikates zu gelangen, ist keine leichte Aufgabe. Denn es gelingt nur einer kleinen Minderheit der Kandidaten, die Härten aller drei Prüfungen zu überstehen. Dabei gibt es reichlich Gelegenheiten, sich selbst ins Knie zu schießen.

Ein Hauptgrund besteht darin, dass die Kandidaten nicht die empfohlenen 300 Stunden über dem Lernstoff für jeden der drei Level brüten. Darüber hinaus sind es erstaunlich häufig die gleichen Fehler, die den Kandidaten bei der Vorbereitung unterlaufen und die oftmals den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

1. Die Annahme, dass in der Struktur der Multiple-Choice Fragen Hinweise verborgen sind

Die Prüfungen zu den Leveln I und II bestehen hauptsächlich aus Multiple-Choice Fragen, womit so mancher Kandidat der Versuchung erliegt, sich wie bei einer Quizshow zu verhalten: “Wenn Sie die Antwort nicht wissen, dann wählen Sie B”. Eine andere Annahme besteht darin, entweder die längste oder die kürzeste Antwort anzukreuzen oder aber Wörter wie “niemals” und “immer” als Warnhinweise zu verstehen. Doch das ist Unsinn – es gibt kein Muster.

“Es gibt keine Möglichkeit, eine Geheimformel zur Beantwortung der Multiple-Choice Fragen ausfindig zu machen.”, sagt Tom Robinson, der beim CFA-Institute für die Ausbildung verantwortlich ist.

“Die Fragen werden so offen gehalten, wie irgend möglich und die Multiple-Choice Antworten können sehr ähnlich ausfallen. Falls es sich um eine schriftliche Antwort handelt, dann müssen Sie das Thema sehr gut kennen und falls es sich um eine Rechenaufgabe handelt, dann werden Sie Ihnen zwei oder drei Optionen geben, zu denen Sie durch einen einfachen Fehler gelangen”, ergänzt Richard Fernand, der Chef des CFA-Trainings bei 7city Learning.

2. Bestimmte Module bewusst zu vernachlässigen (namentlich Ethik)

Es ist verlockend, mehr Punkte durch Rechenaufgaben wie z.B. in der Finanzanalyse anzustreben, um damit eklatante Schwächen oder eine mangelnde Vorbereitung in weicheren Themen wie Standards, Ethik und Regulierung aufzufangen. Das funktioniert leider nicht.

“Einzelne Bestandteile des Kurses bauen aufeinander auf. Beispielsweise hilft die Finanzanalyse dabei, Aktieninvestments zu verstehen oder quantitative Methoden helfen, Investitionen in Fixed Income zu verstehen”, sagt Fernand. “Doch alle Punkte des Lehrstoffes können geprüft werden. Einige Punkte zu vernachlässigen, kann somit den Unterschied zwischen Bestehen und Nichtbestehen ausmachen.”

“Für Kandidaten, die sich am Rande der Minimalpunktzahl bewegen, sind die Ergebnisse aus dem Ethik-Abschnitt wichtig”, sagt Robinson.

3. Sich allzu sehr auf Studienführer zu verlassen

Es ist nicht lange her, als der empfohlene Arbeitsaufwand für jeden CFA-Level bei nur 250 Stunden lag – dieser wurde mittlerweile auf 300 Stunden angehoben. Doch Abkürzungen zu nehmen, ist nicht besonders klug – und nichts anderes ist es, wenn sich Kandidaten mehr oder weniger auf Studienführer verlassen.

“In der Vergangenheit haben viele Leute einfach die Unterlagen von Unternehmen wie Schweser oder Stalla verwendet, die sie durch die Prüfungen gelotst haben”, sagt Fernand. “Ich würde jedoch nicht empfehlen, sich ausschließlich darauf zu verlassen – sie müssen auch den eigentlichen Lehrstoff eingehend studieren.”

“An keinem Punkt des Prüfungsprozesses berät das CFA Institut die Kursanbieter oder versorgt sie mit Informationen über die geplanten Prüfungen”, warnt Robinson.

4. Die Annahme bei dem schriftlichen Teil in Level III handle es sich um einen Roman

Die meisten von uns haben weitschweifende und hochtrabende Aufsätze, in denen man nach 2000 Wörtern auf den Punkt kam, zuletzt an der Universität verfasst. Nur im dritten Teil wird tatsächlich eine umfangreiche schriftliche Erörterung verlangt. Dies heißt jedoch nicht, sie wären ein Charles Dickens.

“Es handelt sich um kein Essay und Sie sollten nicht dem Irrtum verfallen, dass Sie für eine blumige Sprache irgendwelche Extrapunkte erhalten würden”, sagt Fernand. “Behandeln Sie es wie ein Memo für ihren Vorgesetzten – der will Fakten und die sich daraus ergebenden Konsequenzen in einer kurzen und prägnanten Sprache sehen.”

5. Die gleichen Lernmethoden für alle Level zu verwenden

“Überraschenderweise rauschen einige Kandidaten – besonders diejenigen mit einem finanzanalytischen Studienabschluss – geradezu durch den Level I, denn viele dieser Konzepte sind ihnen bereits vertraut”, sagt Fernand. “Die nutzen die gleiche Vorbereitungstechnik, die oftmals nicht allzu gründlich ist, für den Level II – möglicherweise weil Sie bereits die Karriereleiter höher hinaufgeklettert sind und weniger Zeit für die Vorbereitung haben – und damit gehen sie dann baden.”

Die zeigen die CFA-Statistiken in aller Deutlichkeit – in Level I finden 22 Prozent, in Level II 58 Prozent und in Level III 49 Prozent der Kandidaten die Fragen schwieriger als erwartet, berichtet Robinson.

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