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Im Dienste des Volkes: Auch bei der KfW gibt es Einkommensmillionäre

Hauptsitz der KfW.

Hauptsitz der KfW.

Im Staatsdienst lässt sich nicht viel Geld verdienen. Nach einem Blick in dem jetzt vorgelegten Beteiligungsbericht der Bundesregierung für 2012 muss dieses Klischee teilweise korrigiert werden. So lässt die Staatsbank KfW zumindest an der Spitze der Nahrungskette ansehnliche Gehälter springen. Da die Mühlen des Staates etwas langsamer mahlen, berücksichtigt der aktuelle Beteiligungsbericht lediglich Zahlen für 2011 (!).

Demnach kassierte KfW-Chef Ulrich Schröder ein Festgehalt von 673.000 Euro. Als Zückerchen erhielt Schröder einen Bonus von 240.000 Euro. Zusammen mit einer Altersvorsorge im Wert von 298.000 Euro und „sonstigen Bezügen“ von 118.000 Euro verdiente Schröder insgesamt 1,031 Mio. Euro. Davon kann die Kanzlerin nur träumen.

Bei den anderen Vorstandsmitgliedern beliefen sich die Gesamtbezüge auf zwischen 533.000 und 544.000 Euro. Eine Ausnahme stellt lediglich Edeltraut Leibrock mit schmalen 136.000 Euro dar. Allerdings war Leibrock auch erst zum 1. Oktober in den Vorstand eingetreten. Außer Schröder mussten indes sämtliche Vorstandsmitglieder der KfW auf einen Bonus verzichten.

SoFFin bezahlt alle gleich

Auch zu der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) weist der Beteiligungsbericht interessante Angaben auf:  Die Gehälter bei der Behörde mit gerade einmal 62 Beschäftigten scheinen sich für staatliche Verhältnisse durchaus sehen zu lassen.  So erhielt jedes der fünf Vorstandsmitglieder ein Festgehalt von 240.000 Euro. Der Amtschef Christopher Pleister strich zusätzlich nur „sonstige Bezüge“ von 14.260 Euro ein – das dürfte gerade einmal für den Dienstwagen reichen.

Bundesfinanzagentur zahlt zumindest Boni

Die Bezahlung bei der Bundesfinanzagentur fällt ähnlich wie beim SoFFin aus. Die beiden Geschäftsführer Carl Heinz Daube und Carsten Lehr kassierten ein Grundgehalt von 239.167 bzw. 240.673 Euro. Hinzu kommen Boni in Höhe von 100.000 (Daube) und 30.000 Euro (Lehr). Unter dem Strich verdiente Daube 360.347 und Lehr 312.542 Euro. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Bundesfinanz 150 Mitarbeiter.

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