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Genossen im Schnellscheck: Lohnt es sich für die DZ Bank Gruppe zu arbeiten?

DZ Bank in Frankfurt

DZ Bank in Frankfurt

Die DZ Bank Gruppe zählt ein wenig zu den ‚hidden Champions‘ der deutschen Bankenlandschaft. So konnte der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 1,319 Mrd. Euro erwirtschaften. Damit erwiesen sich die Genossen als wesentlich profitabler als die Deutschen Bank mit einem Bruttogewinn von gerade einmal 784 Mio. Euro. Pro Kopf generierte jeder Mitarbeiter 46.728 Euro, womit die Genossen ebenfalls den Branchenprimus mit 7982 Euro souverän schlagen konnten.

Doch lohnt es sich für die Genossen zu arbeiten? Wir haben den am heutigen Donnerstag (28. März) vorgelegten Geschäftsbericht 2012 gesichtet und die Punkte zusammengetragen, die für und wider die DZ Bank Gruppe sprechen:

Pro: Es findet noch Stellenaufbau statt

Während fast alle Finanzdienstleister die Axt an den Mitarbeiterstamm legen, werden bei der DZ Bank Gruppe neue Stellen geschaffen. So stieg die Gesamtmitarbeiterzahl um 402 auf 28.227 Beschäftigte – im Inland verzeichnete der Konzern sogar ein Plus von 457 Mitarbeitern auf 24.985 Beschäftigte. In diesen Zahlen sind indes die „Nachwuchskräfte“ noch nicht enthalten. Auch dort erhöhte sich die Zahl um 73 Mitarbeiter oder 8,7 Prozent auf 912 Beschäftigte.

Allerdings sind in den Geschäftszahlen der DZ Bank Gruppe auch diverse Geschäftsbereiche konsolidiert, die nicht im eigentlichen Sinne zur DZ Bank gehören wie z.B. Union Investment, Schwäbisch Hall oder die RV Versicherung. Bei der Bank selbst sieht es ein wenig anders aus. Dort erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im Inland um 32 auf 5633 Beschäftigte, während sie sich im Ausland um 163 auf 1181 verminderte.

„Die DZ Bank hat 2012 selektiv eingestellt, insbesondere in Wachstumsbereichen wie dem Firmenkundengeschäft sowie im Controlling und Rechnungswesen infolge neuer regulatorischer Anforderungen”, sagte ein DZ Bank-Sprecher auf Anfrage.

Im Geschäftsbericht kündigte die DZ Bank Gruppe unterdessen einen weiteren Personalaufbau in den Bereichen Compliance und Risiko an. Dort heißt es: „Die Verwaltungsaufwendungen werden im Geschäftsjahr 2013 und im Geschäftsjahr 2014 ansteigen. Dieser Anstieg spiegelt die Reaktion auf die verschärften regulatorischen und gesetzlichen Bestimmungen wider. Hierbei werden die notwendigen Maßnahmen insbesondere die Personalaufwendungen anwachsen lassen.“

Allerdings sieht es nicht in allen Bereichen so rosig aus. „Derzeit sind wir gerade dabei, unsere Kapitalmarktaktivitäten zu fokussieren. Dies geht einher mit einem Abbau von rund 100 Stellen”, ergänzte der Sprecher.

Contra: Die Bezahlung fällt eher mäßig aus

Gruppenweit stieg der Personalaufwand in 2012 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 1,478 Mrd. Euro an. Damit ließ der Konzern für jeden Mitarbeiter durchschnittlich gut 52.300 Euro springen, was 3 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Da jedoch in diesen Zahlen auch die vielen der vergleichsweise niedrig bezahlten Versicherungsmitarbeiter enthalten sind, vermitteln sie einen inkorrekten Eindruck.

In der DZ Bank selbst erhöhte sich der Personalaufwand um 5,3 Prozent auf 474 Mio. Euro. In der Bank beschäftigte die Gruppe laut dem Geschäftsbericht insgesamt 6814 Mitarbeiter. Unter dem Strich ließ die DZ Bank für ihre Mitarbeiter also durchschnittlich etwa 69.600 Euro springen. Damit schneidet das Institut in unserem „ultimativen Ranking, wer zahlt am besten unter den deutschen Banken“ noch schlechter als die Commerzbank ab.

Pro: Niedrige Fluktuation spricht für gute Arbeitsverhältnisse

Im manchen Banken herrscht ein reges Kommen und Gehen, was nicht unbedingt für ein gutes Arbeitsklima spricht. Dagegen scheint die Fluktuation bei der DZ Bank Gruppe mit 5,4 Prozent ausgesprochen niedrig auszufallen. 2,5 Prozent oder beinahe die Hälfte davon verlässt den Konzern auch noch auf eigenen Wunsch. Für ein gutes Arbeitsumfeld spricht auch die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit, die mit 12,2 Jahren recht hoch ausfällt.

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