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Commerzbank stellt sich auf betriebsbedingte Kündigungen ein: 1800 Jobs fallen bis 2015 im Filialgeschäft weg

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

In einer Grundsatzerklärung hat die Commerzbank den bereits geplanten Abbau von 4000 bis 6000 Mitarbeitern jetzt konkretisiert. „Im Filialgeschäft der Commerzbank AG erfolgt bis Ende 2015 ein Stellenabbau von 1800 Stellen“, hieß es von dem teilverstaatlichten Institut.

Dabei droht die Commerzbank dem Betriebsrat vorsorglich einmal mit betriebsbedingten Kündigungen: „Die Bank wird bis zum 31. Dezember 2014 keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen gegenüber dem deutschen Kündigungsschutz unterliegenden Mitarbeitern aussprechen, sofern bis zum 31. Dezember ein Abbau von 600 Vollzeitkapazitäten in der AG Inland erreicht wurde.

Die Commerzbank plant in den kommenden Jahren, das Filialgeschäft „konsequent umzubauen“. Dabei gehe es um eine „Flexibilisierung der Organisation“, wozu die Produktpalette, die einzelnen Prozesse und die Filialmodelle überdacht würden. Konkret dürfte dies auf eine Verschlankung und die Schließung unwirtschaftlicher Filialen hinauslaufen.

Das Unternehmen will diese Erklärung freilich nicht als eine Drohung an die Adresse des Betriebsrates verstanden wissen. „Wir wollen ein klares Zeichen für faire und konstruktive Gespräche setzen. Deshalb hat der Vorstand diese Grundsatzerklärung beschlossen“, sagte Personalvorstand Ulrich Sieber.

Allerdings hat die Bank damit noch nicht verraten, wo die übrigen 2200 bis 4200 Stellen wegfallen werden. Vor einigen Wochen hatte Verdi mitgeteilt, dass das Institut allein in Deutschland einen Abbau von 4600 Stellen beabsichtige. Demnach müssten hierzulande 2800 Stellen außerhalb des Filialgeschäftes wegfallen. Immer wieder gab es indes Gerüchte, dass die Commerzbank in der Frankfurter Zentrale 1000 Stellen streichen wolle.

Ende 2012 hatte die Commerzbank noch auf Vollzeitbasis 45.345 Mitarbeiter beschäftigt. Das Konzernergebnis fiel im zurückliegenden Geschäftsjahr mit 6 Mio. Euro überaus gering aus. Bei der Jahrespressekonferenz kündigte Commerzbank-Chef Martin Blessing jedoch auch einen punktuellen Stellenaufbau an: „Wir werden in einigen Bereichen mit Wachstumschancen Personal aufbauen, z.B. in der Mittelstandsbank.”

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