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ZKB baut 70 Stellen ab: Trotz steigender Vergütungen dürfte bei Mitarbeitern keine Freude aufkommen

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Kaum eine Bank hat in den zurückliegenden Jahren eine solch ambitionierte Wachstumsstrategie verfolgt wie die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Zwischen 2005 und Ende Juni 2012 legte die Beschäftigtenzahl von 4276 auf 5138 Mitarbeiter. Damit hatten die Zürcher exakt 862 Stellen geschaffen. Dabei ist die Bank auch ins Investmentbanking vorgedrungen. Doch jetzt ist Schluss, denn laut dem am heutigen Freitag (8. Februar) vorgelegten Geschäftszahlen für 2012 hat die ZKB allein im zweiten Halbjahr 2012 70 Stellen abgebaut und beschäftigt nur noch 5068 Mitarbeiter.

Auch beim Gewinn musste die erfolgsverwöhnte Bank Abstriche hinnehmen. Das Bruttoergebnis purzelte um 17,2 Prozent auf 706 Mio. Franken. Dabei wuchsen die Erträge jedoch um 1,2 Prozent auf 2,122 Mrd. Franken. Während der Zinsüberschuss um 2,3 Prozent auf 1,154 Mrd. Franken nachgab, legte das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 2 Prozent auf 536 Mio. Franken und das Handelsgeschäft um 6,4 Prozent auf 379 Mio. Franken zu.

Allerdings wurden die wachsenden Erträge von den Kostensteigerungen aufgezehrt. So kletterte der Geschäftsaufwand um stolze 13,8 Prozent auf 1,416 Mrd. Franken. Mithin verschlechterte sich die Aufwandsertragsquote von 63,5 auf immer noch recht gute 64,4 Prozent.

Besonders stark wuchs der Personalaufwand mit einem Plus von 16,8 Prozent auf 1,02 Mrd. Franken. Für jeden Mitarbeiter ließ die Bank also 201.263 Franken springen, was 17,6 Prozent mehr als in 2011 waren. Allerdings dürfte bei den Beschäftigten keine ungeteilte Freude über diesen Geldsegen herrschen, denn in dem Personalaufwand dürften erkleckliche Abfindungszahlungen für den Arbeitsplatzabbau enthalten sein. Überdies liegt die ZKB beim Personalaufwand pro Kopf immer noch deutlich hinter UBS, Credit Suisse, Vontobel und Julius Bär.

Für das neue Geschäftsjahr zeigte sich die ZKB aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Dynamik eher pessimistisch: „Die Bank rechnet daher für das laufende Geschäftsjahr bei einer anhaltend hohen Kostenintensität mit stagnierenden Erlösen und geht von einem gegenüber 2012 tieferen Geschäftsergebnis aus.“

Quelle: Halbjahresbericht. Zahlen für 2012 per 30. Juni.

Quelle: Halbjahresbericht. Zahlen für 2012 per 30. Juni.

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