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Das ultimative Ranking: Welche Schweizer Banken in 2012 am besten zahlten

Wer von den Mitarbeitern der Schweizer Banken hat  in 2012 das grösste Stück vom Käse abbekommen?

Wer von den Mitarbeitern der Schweizer Banken hat in 2012 das grösste Stück vom Käse abbekommen?

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Geschäftsergebnisse von Credit Suisse, UBS, Julius Bär und Vontobel. Damit ist wieder die Zeit für unseres ultimatives Ranking gekommen: Welche Schweizer Bank zahlte in 2012 am besten und wo sind die Mitarbeiter ihr Geld tatsächlich wert?

Dazu haben wir die Geschäftsberichte eingehend studiert und die Zahlen für die Gesamtbank, das Investmentbanking, Wealth und Asset Management zusammengetragen. Um die Leistungen der unterschiedlich großen Banken vergleichen zu können, haben wir die Ergebnisse jeweils auf die Mitarbeiterzahl umgelegt. So viel darf schon einmal verraten werden: Die Ergebnisse fallen teilweise erstaunlich aus.

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Bei den Vorsteuergewinnen pro Kopf kamen in 2012 die kleinen Institute ganz groß heraus: So trug jeder Mitarbeiter von Vontobel mit durchschnittlich etwa 113.000 Franken zum Ergebnis bei. Danach folgt Julius Bär mit immer noch gut 100.000 Franken. Die Übernahme des International Wealth Management Geschäfts der Bank of America Merrill Lynch ist in diesen Zahlen indes noch nicht berücksichtigt.

Auf nicht einmal ein Drittel davon kommen die Beschäftigten der Credit Suisse. Dort generierte ein Mitarbeiter durchschnittlich nur gut 31.000 Franken. Bei der größten Bank der Schweiz verbrannten die Beschäftigten sogar Geld. Denn bei der UBS belief sich der Vorsteuerverlust pro Kopf auf über 28.000 Franken.

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Ein kurzer Blick auf die Ergebnisse im Investmentbanking zeigt, wo bei der UBS das Problem liegt. Dort summierte sich der Verlust pro Mitarbeiter auf gut 172.000 Franken. So ist auch die Libor-Buße der UBS in Höhe von 1,4 Mrd. Franken in dieser Sparte enthalten. Den Spitzenplatz sichert sich auch hier Vontobel mit 204.000 Franken, obgleich der Nischenanbieter in 2012 ebenfalls Federn lassen musste.

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Dagegen haben die beiden Großbanken im Wealth Management die Nase mit 148.000 (UBS) und 138.000 (Credit Suisse) vorn. Allerdings sind die Zahlen von beiden Instituten nicht übermäßig aussagekräftig. Denn bei der UBS gehört zu dieser Sparte auch das Filialgeschäft und bei der Credit Suisse das Filialgeschäft und das Asset Management.

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Von daher sind separate Daten für das Asset Management lediglich von der UBS und Vontobel verfügbar. Auch hier schlägt David Goliath mit einem Vorsprung von über 125.000 Franken.

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Im Vorjahr konnte sich noch die Credit Suisse rühmen, die bestzahlende Bank der Schweiz zu sein. Doch diesmal dürfte der Titel an Vontobel gehen. Durchschnittlich ließ das Institut für jeden Mitarbeiter 277.000 Franken springen – immerhin rund 13.000 Franken mehr als die zweitplatzierte Credit Suisse.

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Dass gute Leistung belohnt wird, gehört zu den Legenden des Investmentbanking. Denn schließlich werden damit die opulenten Boni gerechtfertigt. Obgleich die Sparte bei der UBS in 2012 tiefrote Zahlen schrieb, wandte das Institut mit durchschnittlich 324.000 Franken doch am Meisten für seine Mitarbeiter auf. Allerdings dürften hierin auch erkleckliche Abfindungszahlungen für die geschassten Mitarbeiter beinhaltet sein. So erklärte UBS-Finanzchef Tom Naratil, dass der Anstieg der Personalkosten in der Sparte im vierten Quartal um 300 Mio. Franken auf derartige Zahlungen zurückging.

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Beim Wealth Management bringt es die UBS fertig, sowohl den ersten als auch den letzten Platz zu belegen. Allerdings sind – wie schon gesagt – bei UBS und Credit Suisse u.a. das Filialgeschäft hier enthalten, was die Zahlen verfälscht. Branchenübliche Werte dürften eher Julius Bär und Vontobel mit 218.000 bis 232.000 Franken darstellen.

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Vontobel kann insbesondere im Asset Management auf ein recht gutes Jahr zurückzublicken. Anders ließe sich der Anstieg des Personalaufwands pro Kopf im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf stolze 471.000 Franken kaum erklären.

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Alle vier genannten Schweizer Banken scheinen ein ernstes Kostenproblem zu haben. Denn selbst die Aufwandsertragsquoten von knapp 80 Prozent bei Julius Bär und Vontobel scheinen reichlich hoch auszufallen. Sie mussten also 80 Rappen für jeden Franken Ertrag auf den Tisch legen.

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Im Investmentbanking stellt eine Aufwandsertragsquote von 70 Prozent durchaus eine sinnvolle Zielgröße dar. Doch lediglich der Nischenanbieter Vontobel scheint in die Nähe dieses Wertes zu gelangen. Die viel zu hohen Quoten von Credit Suisse und UBS zeigen, welch immenser Reformbedarf dort nach wie vor herrscht.

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Auch im Wealth Management gibt es ein Kostenproblem. Allerdings haben hiermit vor allem Vontobel und Julius Bär zu kämpfen. Obgleich die UBS mit ihrem Wealth Management Americas in 2012 das bislang beste Ergebnis erzielte, bleibt hier noch einiges zu tun.

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Dagegen scheint es das Jahr 2012 mit den Asset Managern gut gemeint zu haben. Die Aufwandsertragsquoten mit um die 70 Prozent liegen hier durchaus im Rahmen – und das obgleich Vontobel seinen Mitarbeitern eine üppige Bonuserhöhung spendierte.

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