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Der MBA-Bewerber: Welchen Wert haben Admission Consultants?

Unser neuer Gastautor strebt einen MBA an einer der Top-Business Schools in den USA an. Doch die Bewerbung um einen der begehrten Plätze gleicht einem Marathon von 16 Monaten. Auf eFinancialCareers berichtet der MBA-Bewerber von seinen Erfahrungen.

Ich habe mich entschlossen, bei meiner MBA-Bewerbung jede mögliche Hilfe anzunehmen. Daher bin ich auch auf die so genannten Admission Consultants gestoßen. Vielleicht sagt man besser, sie haben mich gefunden. Diese Consultants können so ziemlich alles sein. Einige geben einem hilfreiche Tipps für die Bewerbung, andere helfen bei der Vorbereitung auf den GMAT und schließlich andere kosten nur viel Geld. Die Frage ist, welcher Consultant zu welcher Gruppe gehört? Wer kann mir bei meinem Ziel helfen? Und schließlich sollte ich mich auch Fragen, wie viel Hilfe ich überhaupt benötige?

Im Rahmen meiner Vorbereitungen bin ich inzwischen einigen Admission Consultants begegnet. Diese habe ich nicht explizit ausgesucht, noch evaluiert. Ich bin mehr nach meinem Bauchgefühl gegangen. Schließlich muss ich den Damen und Herren ja auch vertrauen, dass Sie mich so weit kennen und verstehen, um mich in einer Bewerbung für ein Programm richtig präsentieren zu können. Also habe ich meinen Lebenslauf unter anderem zu einem dieser Consultants nach New York geschickt. Das ist kein Problem, da die gesamten Kontakte/Unterrichtsstunden online abgehalten werden.

Trotz des aufziehenden Sturms Sandy rief mich aber die Dame abends aus New York an. Sie hat selbst einen MBA von einer meiner Ziel-Schulen und dort in der Zulassung (Admissions) gearbeitet. Das Gespräch war sehr informativ, wenn auch das Fazit war „du bist kein einfacher Fall.“ Danke, das wusste ich auch schon! Deshalb will ich ja Hilfe in Anspruch nehmen…

Die Dame hat mir freundlicherweise nach dem Gespräch einen Vorbereitungsbogen überlassen. Schließlich meinte Sie, dass Sie die lange Vorbereitungszeit gut findet, da könnte man noch etwas machen. Na, immerhin!

Auf jeden Fall muss ich zugeben, dass ich aus dem Gespräch einiges mitgenommen habe – inklusive ihrer Fragen, die mir meine Hirnwindungen ganz schön verdreht haben. Ebenfalls scheint es bei ihrer Schule so zu sein, dass ich wohl mit allen Bewerbern aus meinem Bereich aus GANZ Westeuropa verglichen werde. Eigentlich dachte ich, dass die Bewerbung für mich leichter wird, da ich wenig Konkurrenz aus Deutschland zu fürchten habe. Zumindest bei einer Schule scheint das nicht der Fall zu sein. Fazit für mich: Härter arbeiten.

Mit der Dame werde ich wohl nicht zusammenarbeiten, da der Preis mit rund 5.000 Euro für die Bewerbungshilfe (nicht für den GMAT) mir doch etwas hoch erscheint. Der Preis deckt dann auch nur die Bewerbung an drei Schulen ab, wenn ich mich an fünf bewerben will, muss ich noch mehr zahlen. Schließlich würde auch ein Großteil der Arbeit digital erfolgen. Aber die Frage ist, wie viel von mir und meiner Persönlichkeit wirklich über ein paar Skype-Telefonate herüberkommt?

Schließlich denke ich, dass ich mit einem Consultant aus Frankfurt zusammenarbeiten werde. Zum einen kenne ich ihn persönlich, zum anderen meinte er: Er müsse mich auch erst einmal kennenlernen, um mir wirklich helfen zu können. Das finde ich gut! Falls diese Zusammenarbeit nicht funktionieren sollte, werde ich mich noch einmal umschauen. Ich habe ja zumindest Zeit. Frankfurt scheint inzwischen die deutsche Hauptstadt der MBA- und GMAT-Coaches zu sein. Fazit: Es gibt immer viele Fische im Meer.

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