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Sal. Oppenheim Schweiz verschwindet: Welche Jobs bedroht sind

Der Hauptsitz von Sal. Oppenheim in Köln. © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Der Hauptsitz von Sal. Oppenheim in Köln. © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Zumindest in der Schweiz ist Sal. Oppenheim demnächst Geschichte. So will die Deutsche Bank den eidgenössischen Ableger der einstmals größten Privatbankengruppe Europas bis Ende 2013 vollständig in die Deutsche Bank (Schweiz) AG integrieren.

In Bezug auf den Stellenabbau hält sich die Deutsche Bank indes bedeckt. „Gegebenenfalls notwendige Personalmaßnahmen werden frühzeitig kommuniziert und rücksichtsvoll umgesetzt“, hieß es in einer Meldung des Instituts.

Allerdings scheinen zumindest die Kundenbetreuer von Sal. Oppenheim Schweiz vorerst aus dem Schneider zu sein. Denn die Kunden sollen ihre bisherigen Berater auch künftig behalten. Dagegen dürften die Back- und Middleoffice-Positionen bei der Bank akut bedroht sein.

„Mit diesem Schritt schafft die Deutsche Bank die Grundlage, um in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weiter zu wachsen“, sagte Marco Bizzozero, Chef der Deutschen Bank in der Schweiz und Leiter des Wealth Management-Geschäfts des Konzerns in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika –  außer Deutschland. „Das schwierige Marktumfeld führt weltweit zu einem Konsolidierungsprozess in der Branche“, betonte Bizzozero.

Die Bank erhofft sich durch den Schritt offensichtlich Kosteneinsparungen. Bizzozero ergänzte weiter: „Damit nutzen wir die vorhandene Infrastruktur besser und schaffen so die Grundlage für weiteres Wachstum. Dieser Schritt ist trotz der guten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Sal. Oppenheim jr. & Cie. (Schweiz) AG nötig, da die Bank die kritische Größe nicht hat, um den Herausforderungen des Marktes als selbständiges Institut zu begegnen.“

Erst im November hatte Sal. Oppenheim in Deutschland bzw. Luxemburg einen ganz ähnlichen Schritt für ihre dortigen Aktivitäten angekündigt. Auch im Heimatmarkt stehen bei der Integration in den Deutsche Bank-Konzern die Supportfunktionen im Mittelpunkt der Einsparbemühungen. So sollen „Doppellungen in den Organisationsstrukturen“ abgebaut werden. Laut Medienberichten könnten bis zu 500 der noch rund 930 Stellen in Deutschland und Luxemburg wegfallen.

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