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HVB trotzt der Krise: Mitarbeiter bleiben dennoch auf Diät gesetzt

Die Hypo Vereinsbank in München.

Die Hypo Vereinsbank in München.

Die Beruhigung an den Märkten hat das Vorsteuerergebnis der Hypo Vereinsbank (HVB) gerettet. So legte das Handelsergebnis in den ersten neun Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um stolze 75,7 Prozent auf 1,123 Mrd. Euro zu, wie das Institut am heutigen Mittwoch (14. November) mitteilte. Dagegen ging es aufgrund des niedrigen Zinsniveaus mit dem Zinsüberschuss um 13,9 Prozent auf 2,675 Mrd. Euro bergab. Beim Provisionsergebnis musste die HVB ein Minus von 13,1 Prozent auf 883 Mio. Euro verkraften. Unter dem Strich legte das Vorsteuerergebnis der Münchner gegenüber 2011 um 2,9 Prozent auf 2,05 Mrd. Euro zu.

Für das relativ gute Abschneiden war indes vor allem eine Wertminderung der eigenen Verbindlichkeiten verantwortlich, die für einen zusätzlichen Gewinn in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages sorgte. So kletterte der Vorsteuergewinn in der Sparte „Sonstiges“  von 171 Mio. in 2011 auf 414 Mio. Euro im laufenden Jahr.

Im operativen Ergebnis sieht es indes weniger rosig aus. So purzelte das Vorsteuerergebnis im Corporate & Investmentbanking um 6,2 Prozent auf 1,516 Mrd. Euro, womit die Sparte für beinahe drei Viertel des Gewinns verantwortlich war.

Im Filialgeschäft musste die HVB nach bereits schwachen Resultaten im Vorjahr einen weiteren Einbruch verkraften. Dort sank das Vorsteuerergebnis von 127 Mio. auf 71 Mio. Euro. Ähnlich schwach fiel das Ergebnis im Private Banking aus, wo die Bank gerade einmal 49 Mio. Euro einstrich, was ein Minus von 73 Prozent bedeutet. Somit waren Investmentbanking und „Sonstiges“ für 94 Prozent des gesamten Vorsteuergewinns verantwortlich.

Bei den Personalaufwendungen behielt HVB-Chef Theodor Weimer auch weiterhin die Hand fest auf dem Portemonnaie. Insgesamt ließ die Bank von Januar bis September 1,424 Mrd. Euro für die Mitarbeiter springen, was gerade einmal 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren.  Dies führte die Bank im Wesentlichen auf tarifliche Anhebungen zurück. Die Zahl der Vollzeitstellen verminderte sich indes binnen Jahresfrist um 107 auf jetzt noch 19.335 Stellen. Unter dem Strich wandte die Bank pro Mitarbeiter durchschnittlich 73.649 Euro auf, was 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr waren.

„Unsere bereits exzellente Kapitalausstattung konnten wir weiter verbessern, Cost-Income-Ratio und Eigenkapitalrendite liegen ebenfalls erneut auf einem sehr guten Niveau. Zu dem guten Ergebnis hat maßgeblich auch unser erfolgreiches Kostenmanagement beigetragen“, sagte Weimer.

Zur weiteren Entwicklung äußerte sich Weimer vorsichtig: „Wir gehen davon aus, dass die gegenwärtigen Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und die Staatsschuldenkrise in einigen Euro-Ländern auch im vierten Quartal dieses Jahres anhalten werden. Hohe regulatorische Anforderungen und nicht zuletzt auch die finanzielle Belastung durch die Bankenabgabe werden die Ergebnisse der Finanzinstitute weiterhin prägen.“

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