☰ Menu eFinancialCareers

Geldmaschine Rückversicherung: Dennoch zahlt die Branche schlechter als das Investmentbanking

Commerzbank bonus pool (Flickr by aranjuez1404)

Commerzbank bonus pool (Flickr by aranjuez1404)

Während viele Investmentbanken in Europa zuletzt schwächelten, klingelt es in den Kassen der Rückversicherungen. So hat die Munich Re in den ersten neun Monaten des Jahres allein in ihrem Rückversicherungsgeschäft ein operatives Ergebnis von 2,9 Mrd. Euro erzielt, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um immerhin 830 Prozent entspricht. Die Prämieneinnahmen im Rückversicherungsgeschäft kletterten um 8,1 Prozent auf 21,2 Mrd. Euro.

Verantwortlich für den Geldsegen waren relativ geringe Großschadensereignisse im bisherigen Jahresverlauf sowie ein verbessertes Kapitalanlageergebnis. Die Kosten für den Wirbelsturm Sandy, der beträchtliche Schäden an der US-Ostküste verursachte, sind in den Zahlen jedoch noch nicht berücksichtigt. Diese beziffert der Konzern voraussichtilch auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.

Bei der Konkurrenz sieht es ganz ähnlich aus. So konnte die Hannover Rück ihr operatives Ergebnis von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf gut 1 Mrd. Euro verdoppeln. Bei den Niedersachsen ging es bei den Prämien sogar um 13,6 Prozent auf 10,3 Mrd. Euro bergauf.

Wie lukrativ das Geschäftsmodell ist, zeigt sich indes erst, wenn man das operative Ergebnis auf die Zahl der Mitarbeiter umlegt. So trug jeder Beschäftigte der Munich Re in den ersten neun Monaten 260.430 Euro zum Ergebnis bei; im Vorjahr waren es gerade einmal 32.966 Euro gewesen.

Noch rosiger fallen die Zahlen bei der Konkurrenz aus. Jeder Beschäftigte der Hannover Rück erwirtschaftete ein operatives Ergebnis von durchschnittlich 451.710 Euro; im Vorjahr belief sich dieser Wert auf 222.081 Euro.

Von solchen Werten können manche Investmentbanken nur träumen. So generierten die Mitarbeiter im Corporate & Investment Banking der Deutschen Bank in dem gleichen Zeitraum einen Vorsteuergewinn pro Kopf von 259.215 Euro, wobei der deutsche Branchenprimus zu den erfolgreicheren Vertretern der Branche zählt

Bei der Bezahlung sieht es indes ganz anders aus. Die Deutsche Bank wandte für jeden Beschäftigten der Sparte z.B. die stolze Summe von 287.800 Euro auf. Dagegen ließ die Hannover Rück für jeden Beschäftigten lediglich 71.790 Euro springen, also gerade einmal ein Viertel dessen, was die Deutsche Bank ihren Investmentbankern gewährt. Für die Munich Re sind leider keine Angaben für den Personalaufwand verfügbar.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier