☰ Menu eFinancialCareers

Auf dem Weg zum Investmentbänkchen: Wo die UBS 9745 Stellen streichen will

Die Spekulationen über den Kahlschlag bei der UBS im Vorfeld der Quartalsergenisse haben sich als goldrichtig erwiesen. So will die Bank bis 2015 exakt 9745 Stellen einsparen, wie das Institut am heutigen Dienstag (30. Oktober) meldete. Dabei wird das Fixed Income-Geschäft im Mittelpunkt stehen.

Allein 7500 Stellen sollen in den Investmentbankinghubs der UBS in London und New York abgebaut werden. Allerdings wird das Frontoffice vergleichsweise ungeschoren davonkommen. Denn dort will das Institut lediglich 2000 Stellen streichen, was gerade einmal 27 Prozent der insgesamt etwa 7500 Frontofficejobs ausmacht.

Folglich wird das Gros des Kahlschlags auf das Back- und Middleoffice entfallen. Dort werden 5500 der noch 9455 Jobs gestrichen, womit immerhin 58 Prozent des Personals vor die Tür gesetzt wird.

Weiter hat Ermotti in der Analystenkonferenz mitgeteilt, dass 2500 Stellen in der Schweiz wegfallen werden. Da die Bank hierzulande immerhin noch 22.590 Mitarbeiter beschäftigt, vermindert sich die Mitarbeiterzahl zwischen Genfer und Bodensee gerade einmal um 11 Prozent. Das Gros soll hier auf das Corporate Center entfallen.

Erstaunlich ist indes, dass die Bank im dritten Quartal im Investmentbanking ihr Personal sogar noch ausgebaut hat. So erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 222 auf 16.655 Beschäftigte. Dabei dürfte es sich wohl hauptsächlich um Absolventenstellen handeln, die vermehrt im Herbst eingestellt werden. Und auch weiterhin wirbt die UBS auf ihrer Website für einen Einstieg in FICC..

Der Kahlschlag im Investmentbanking hat dabei bereits ein prominentes Opfer gefunden. So scheidet der bisherige Spartenchef Carsten Kengeter per sofort aus der Geschäftsführung aus und übernimmt die Abwicklung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereiche.

Das Ruder im Investmentbanking übernimmt fortan Andrea Orcel, der als Vertrauter des UBS-Chefs Ermotti gilt. Die Sparte wird sich auf die Geschäftsbereiche Advisory, Research, Aktien, Währungen und Edelmetalle konzentrieren. Weiter wird das Investmentbanking in Corporate Client Solutions und Investor Client Solutions aufgespalten. Dennoch will Ermotti in den verbliebenen Bereichen auch weiterhin in der Topliga der Investmentbanken mitspielen. Das Investmentbänkchen soll dann eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent aufweisen.

Der weitgehende Abbau des Fixed Income-Geschäfts soll in einen drastischen Abbau der risikogewichteten Aktiva auf 70 Mrd. Franken in der Investmentbank münden. Mit dem Kahlschlag beim Personal will Ermotti die Kosten um insgesamt 5,4 Mrd. Franken jährlich senken – 3,4 Mrd. Franken mehr als bislang veranschlagt.

Wie die neue Investmentbank aussehen soll (Für Vergrößerung anklicken)

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier