☰ Menu eFinancialCareers

Punkt für Punkt: Was die Credit Suisse-Mitarbeiter bislang in 2012 eingestrichen haben

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Reingewinn fiel bei der Credit Suisse mit 254 Mio. Franken auch im dritten Quartal enttäuschend aus. Ohne diverse Sondereffekte hätte der Schweizer Bankenriese indes 891 Mio. Franken verdient. Durch die Erholung des Bankgeschäftes musste die Credit Suisse vor allem ihre  eigenen Verbindlichkeiten höher bewerten,  was dem Unternehmen einen Strich durch die Erfolgsrechnung machte. In den zurückliegenden Jahren hatte das Unternehmen von diesen Bewertungsregeln jedoch oft profitiert.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Trotz der einschneidenden Sparmaßnahmen streichen die verbleibenden Mitarbeiter mehr Geld ein als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt verminderte die Credit Suisse ihren Personalaufwand in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 9,8 Mrd. Franken, allerdings fiel der Personalabbau mit 5 Prozent auf 48.400 Beschäftigte noch größer aus.

So ließ die Credit Suisse für jeden Mitarbeiter durchschnittlich 202.686 Franken springen, was immerhin 0,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Allerdings verschlechterte sich das Aufwands-Ertrags-Verhältnis weiter von 81,7 auf 91 Prozent. Von daher gibt es gute Gründe für die Aufstockung der Einsparziele um 1 Mrd. Franken jährlich bis 2015.

Vor allem die Investmentbanker können sich über ein Plus von 1,3 Prozent auf 245.291 Franken freuen. Der Vorsteuergewinn legte bis Ende September um 95 Prozent auf 1,889 Mrd. Franken zu und das Aufwands-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich von 89,6 auf 81,9 Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich im dritten Quartal das Anleihegeschäft, wo die Erträge gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozent auf 1,496 Mrd. Franken zulegten. Dagegen fielen die Erträge aus dem Aktienhandel um 11 Prozent auf 1,026 Mrd. Franken. Im Emissions- und Beratungsgeschäft ging es jedoch um 35 Prozent auf 868 Mio. Franken bergauf.

Auch im Private Banking, wozu bei der Credit Suisse auch das Schweizer Filialgeschäft zählt, legte der Personalaufwand pro Kopf um 0,9 Prozent auf 139.004 Franken zu. Der Vorsteuergewinn kletterte bis Ende September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 2,070 Mrd. Franken. Die Aufwands-Ertrags-Relation verbesserte sich von 77,4 auf 72,3 Prozent. Damit bleibt die Sparte auch weiterhin die Cashcow des Unternehmens. Die Abflüsse von verwalteten Vermögen in Westeuropa wurde von Nettoneugeldzuflüssen in den Schwellenländern mehr als kompensiert, so dass die Credit Suisse erstmals seit der Finanzkrise wieder Kundenvermögen von mehr als 1 Mrd. Franken verwaltet.

Auf der Verliererseite stehen indes die 2800 Mitarbeiter im Asset Management der Credit Suisse. Dort purzelte der Personalaufwand pro Kopf binnen Jahresfrist um 6,5 Prozent auf 127.500 Franken. Dagegen ging es beim Vorsteuergewinn um 24 Prozent auf 609 Mio. Franken bergauf und die Aufwands-Ertrags-Relation verbesserte sich weiter von 72,3 auf 66,9 Prozent.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier