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Credit Suisse will 1 Mrd. zusätzlich einsparen: Wer dem Rotstift zum Opfer fällt

Der Mann mit dem Rotstift: CS-Chef Brady Dougan.

Der Mann mit dem Rotstift: CS-Chef Brady Dougan.

Seit Wochen wird über einen weiteren Personalabbau bei UBS und Credit Suisse spekuliert. Bei der heutigen Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal hat CS-Chef Brady Doughan die Katze zumindest pfötchenweise aus dem Sack gelassen. So will die Bank bis Ende 2015 insgesamt ihre Kosten um 4 Mrd. Franken senken – 1 Mrd. mehr als bisher veranschlagt.

Konkret hat die Credit Suisse ihre ursprünglich geplanten Einsparungen von 2 Mrd. Franken bereits Ende September umgesetzt. Auch die zweite Sparrunde in Höhe von einer dritten Mrd. Franken soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Weiter will die Bank die Kosten in den Jahren 2014 und 2015 um zusätzlich jeweils 500 Mio. Franken senken.

Mithin muss die Credit Suisse noch 2 Mrd. zusammenstreichen. Dabei werden indes andere Bereiche betroffen sein als in Vergangenheit. So entfiel der Löwenanteil des bewältigten Sparprogramms mit 1,4 Mrd. Franken allein auf das Investmentbanking.

Dagegen will die Credit Suisse den Rotstift künftig vor allem in der Infrastruktur ansetzen. Dort sollen die Kosten um 1,1 Mrd. Franken gesenkt werden. Weitere 700 Mio. Franken soll das Investmentbanking beisteuern. Dagegen fällt der Beitrag des Private Bankings und des Asset Managements mit jeweils 100 Mio. Franken vergleichsweise moderat aus.

Da die Infrastruktureinheiten in den Quartalszahlen nicht separat neben Private Banking, Investmentbanking und Asset Management aufgeführt sind, lassen sich die Auswirkungen der Einsparziele auf die Mitarbeiterzahl der Geschäftsbereiche nicht ausrechnen.

Dennoch lässt sich die Dimension zumindest für den Gesamtkonzern ermessen. So verzeichnete die Credit Suisse bis Ende September Verwaltungskosten von 16,3 Mrd. Franken. Umgerechnet auf 48.400 Mitarbeiter, ergeben sich Kosten pro Kopf von 337.127 Franken. Wenn die Bank also in einem Neunmonatszeitraum die Kosten um 1,5 Mrd. Franken senken möchte, dann müssten rein rechnerisch 4449 Mitarbeiter oder knapp 10 Prozent der Beschäftigten gehen.

Da die Gehälter in den Infrastruktureinheiten indes niedriger als namentlich im Investmentbanking liegen, dürfte der Personalabbau bis 2015 höher ausfallen als in der Vergangenheit.

Quelle: Credit Suisse

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