☰ Menu eFinancialCareers

Branche erklärt IX: Wealth Management – Kombination aus Fach- und Sozialkompetenz gefragt

Schwein gehabt.

Schwein gehabt.

Wie der Name schon sagt helfen die Mitarbeiter im Wealth Management wohlhabenden Leuten dabei, ihr Vermögen zu verwalten – und zwar fernab der neugierigen Augen von Paparazzi und Klatschkolumnisten.

Stellen und Karrierewege

Client Relationship Manager (CRM): Die CRM sind das Aushängeschild und die Kontaktperson der Bank gegenüber den vermögenden Privatkunden. Diese müssen solide Kenntnisse über die moderne Portfoliostrategie, Finanzmärkte und Produkte sowie im Steuer- und Erbschaftsrecht mitbringen. Überdies sollten sie gut mit Menschen umgehen können, die ihnen immerhin die Verantwortung für ihr Vermögen und damit ihre Zukunft anvertrauen. CRM zählen in den Augen ihrer Arbeitgeber umso mehr, desto höhere Kundenvermögen sie für die Verwaltung einwerben können.

Supportfunktionen: Neben den CRM beschäftigen Privatbanken auch eine Vielzahl von Beschäftigten, die die Arbeit mit den Kunden unterstützen. Dabei kann es sich um ganz unterschiedliche Profile handeln: So gibt es Experten für bestimmte Anlageklassen oder Produktgruppen, die sich beispielsweise besonders gut mit den spezifischen Problemen von Immobilien oder alternativen Anlagen auskennen oder Spezialisten in Steuer- und Erbschaftsfragen.

Vergütungen

Die Schweiz stellt eines der wichtigsten Zentren des Wealth Management dar. So ist der Standort noch heute in der Betreuung von Vermögen ausländischer Kunden die Nummer 1 weltweit. Laut dem Recruitmentunternehmen Robert Walters verdienen CRM hierzulande nach fünf bis sieben Jahren Berufserfahrung zwischen 100.000 und 160.000 Franken im Jahr, was in den Führungspositionen auf 170.000 bis 280.000 Franken ansteigt.

Dagegen kassieren Junior Relationship Manager in Hongkong zwischen 46.000 und 60.000 US-Dollar, was nach etwa acht Jahren auf 70.000 bis 90.000 Dollar steigt. In Großbritannien können erfahrene CRM mit etwa 100.000 Pfund rechnen, während in Junior Positionen 40.000 bis 60.000 Pfund gezahlt  werden. Laut dem Bureau of Labor Statistics verdienen Financial Advisors in den USA durchschnittlich 91.000 Dollar.

Keyplayer

Anforderungen

Wer einen Hang zum Klatsch hat, sollte nicht unbedingt in der Branche arbeiten. Denn Diskretion ist Ehrensache. Ebenso gehört es um Arbeitsalltag, Beziehungen mit z.T. ultrareichen Menschen aufzubauen und zu pflegen. „Die wichtigste Kompetenz in jedem Beratungsgeschäft besteht in der Fähigkeit, Beziehungen und Glaubwürdigkeit aufzubauen“, sagt Janine Craane vom Merrill Lynch Wealth Management in den USA.

„Dies bedeutet, gut zuhören und verstehen zu können, wenig zu versprechen und viel zu liefern, ein Auge für Details zu haben, diese anzusprechen und weiterzuverfolgen, um dauerhafte Beziehungen aufzubauen, damit die Kunden verstehen, wie Sie sich um sie sorgen“, ergänzt Craane.

Ein profundes Wissen über die Finanzprodukte in Ihrem Spezialgebiet ist wichtig, allerdings muss ein guter Private Banker dem Kunden seinen Rat auf eine Weise vermitteln, die dieser leicht versteht.

„Entscheidend sind Integrität und das Streben, die Kundenbedürfnisse an erster Stelle zu sehen, den Rat maßzuschneidern und in einer Weise vorzubringen, die frei von Fachterminologie ist“, sagt Mark Kay, Head of Wealth Management UK bei Rothschild.

Doch es geht nicht nur darum, sympathisch zu wirken. Vielmehr müssen Private Banker im hartumkämpften Wealth Management-Geschäft Fachkenntnisse mitzubringen, um sich von der Herde abzusetzen. Idealerweise sollten exzellente Finanzkenntnisse mit Softskills kombiniert sein.

„Sie sollten profundes Verständnis für die globalen Finanzmärkte mitbringen, Risikomanagement und Volatilität beachten und die Fähigkeit besitzen, den Kunden bei derjenigen Zusammensetzung und Asset Allocation zu beraten, die am besten zu ihm passt“, betont Tan Su Shan, Head of Wealth Management bei DBS. „Was die Softskills betrifft, sollten sie oder er die Fähigkeiten mitbringen, gut kommunizieren und zuhören zu können, sich auf den Kunden einzustellen und sich in ihn hineinzuversetzen. Weiter sollten sie oder er sich auf die relevanten Punkte konzentrieren und prägnant antworten können“, ergänzt die Expertin.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier