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Auch Genossen können feuern: DZ Bank streicht 100 Stellen im Kapitalmarktgeschäft

DZ Bank in Frankfurt

DZ Bank in Frankfurt

Der Kahlschlag im Investmentbanking erreicht jetzt auch das größte Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken. So bestätigte ein Sprecher der DZ Bank einen Bericht der deutschen Financial Times, wonach bei dem Institut 100 der insgesamt rund 1000 Stellen im Investmentbanking wegfallen sollen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat haben bereits begonnen.

Der Rotstift wird in weiten Teilen des Kapitalmarktgeschäfts angesetzt. Allein im Aktienresearch soll die Hälfte der  noch 30 Stellen wegfallen. „Wir bleiben im Research aber einer der führenden Spieler in Deutschland“, betonte ein Unternehmenssprecher. Damit vollzieht die DZ Bank einen Schritt nach, den andere Häuser längst vollzogen haben. So hatte die Hypo Vereinsbank sich vor rund einem Jahr aus dem Geschäft mit westeuropäischen Aktien zurückgezogen und dies an Kepler Capital Markets ausgelagert. Ein weiterer Abbauschwerpunkt soll im Rohstoffgeschäft liegen.

Laut Medienberichten sei die DZ Bank in den vergangenen Monaten von der Unternehmensberatung Oliver Wyman nach Einsparpotenzial durchleuchtet worden, wobei die Consultants anscheinend fündig geworden sind.

Im ersten Halbjahr hatte die DZ Bank einen Vorsteuergewinn von 515 Mio. Euro eingestrichen, was 19,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum waren. Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis lag bei akzeptablen 65,6 Prozent. Im Halbjahresbericht hatte das Institut bereits angekündigt, sich im Kapitalmarktgeschäft mehr auf die Kernbereiche zu fokussieren und die Zahl der Bereiche von acht auf fünf zu reduzieren.

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