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Was die geschassten IT-Mitarbeiter der UBS machen können: „Das wird sehr, sehr schwierig“

Lean, mean, and surprisingly high paying

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Der Preis für die Hiobsbotschaft des Wochenendes geht dieses Mal zweifelsohne an die UBS. Laut Informationen des Tages-Anzeigers stehen bei der UBS bis zu 10.000 der insgesamt noch 63.520 Mitarbeiter auf der Abschussliste.

Dabei sollen die IT-Kosten bis 2015 von 3,6 auf 2,35 Mrd. Franken verringert werden, was ein Minus von 34,7 Prozent bedeutet. Derzeit gibt es in der IT der UBS noch 8200 Arbeitsplätze, wovon allein 3200 auf die Schweiz entfallen. Unter dem Strich sind laut dem Tages-Anzeiger so über 2000 IT-Stellen konzernweit und 1000 allein in der Schweiz bedroht. Sogar Listen mit den zu kündigenden Mitarbeitern sollen bereits kursieren.

Der Abbau im UBS-Backoffice könnte indes nur einen kleinen Teil eines weitaus größeren Kahlschlags darstellen. „Was in der IT passiert, ist die Folge von Sparmaßnahmen in den Business Units“, sagt ein namentlich nicht genannter IT-Mitarbeiter der Bank. Ein Stellenabbau von 20 Prozent würde – rein rechnerisch – konzernweit 12.700 Mitarbeiter betreffen.

Doch das eigentliche Problem besteht laut einer auf IT in Finance spezialisieretn Headhunterin darin, dass sämtliche Banken abbauen. Daher würde zeitgleich eine vierstellige Zahl von IT-Spezialisten allein Zürich auf einen Markt kommen, auf dem ohnehin wenige Jobs angeboten werden. „Das wird sehr, sehr schwierig. Die Leute haben kaum Alternativen“, sagt die Headhunterin gegenüber eFinancialCareers.ch und ergänzt: „Die Leuten haben Angst.“

Besonders schwer werde es für Arbeitskräfte jenseits der 50. „Für Junge ist es nicht ganz so gravierend“, ergänzt die Expertin. Einige Möglichkeiten gebe es vielleicht auch noch in der Versicherungsbranche, aber auch diese seien selten. Andere könnten sich als Berater selbstständig machen. „Vielleicht finden einige auch noch über ihr Netzwerk Jobs“, bemerkt die Headhunterin.

Von dem Problem sei indes nicht der gesamte Markt für IT-Profis in der Schweiz betroffen. So würde in IT-Securities händeringend nach Spezialisten gesucht – nur eben nicht von Banken. Dort gebe es sogar einen deutlichen Nachfrageüberhang.

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