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Wieso ein Traineeprogramm in der Rückversicherung eine spannende Sache sein kann

Katrin Hagestedt hat ein Traineeprogramm bei Munich Re hinter sich.

Katrin Hagestedt hat ein Traineeprogramm bei Munich Re hinter sich.

Das Klischee von der langweiligen Versicherungsbranche kann Katrin Hagestedt ganz und gar nicht teilen. Im November 2008 hat die heute 29jährige ein 18monatiges Traineeprogramm bei Munich Re angetreten und ist heute noch von der Branche begeistert. „Für eine Mathematikerin ist das Rückversicherungsgeschäft eine große Spielwiese“, beteuert Hagestedt. So müssten die Risikowahrscheinlichkeiten von Großprojekten wie einer Fußballweltmeisterschaft, einem großen Bauvorhaben ebenso berechnet werden wie Inflationsrisiken oder Risiken, die in den Portfolien von Erstversicherern schlummern.

Hagestedt hatte die Versicherungsbranche bereits während ihres Studiums der Wirtschaftsmathematik in Hamburg gezielt angesteuert. „Ich habe mich schon während des Studiums auf Versicherungsmathematik spezialisiert und ein Praktikum im Aktuariat einer Erstversicherung absolviert“, erzählt Hagestedt. Anschließend habe sie sich unter anderen bei Munich Re für eine Traineestelle beworben und wurde dort ausgewählt.

Doch auch Munich Re bietet jährlich etwa 160 Praktikumsstellen in diversen Bereichen an, wobei die Mindestdauer sechs Wochen beträgt. Laut Yvonne Herbst vom Talent- Sourcing von Munich Re verdienen Praktikanten aus einem Bachelor-Studiengang 850 Euro und aus einem Masterstudiengang 1000 Euro monatlich.

Dabei kann ein Praktikum bei Munich Re ein Sprungbrett zu einem Traineeprogramm darstellen. „Ein nicht unerheblicher Teil unserer Trainees hat vorher ein Praktikum bei uns absolviert“, erzählt Herbst. Interessante und sehr engagierte Praktikanten würden dazu in das Programm „Munich Re Member“ aufgenommen, mit dem die Studenten ans Unternehmen gebunden werden sollen. Teilnehmer werden zu Veranstaltungen und Seminaren eingeladen, erhalten einen Mentor und die Chance auf ein Auslandspraktikum bei Munich Re, das mit 1500 Euro monatlich vergütet wird.

Doch auch Kandidaten ohne ein vorhergehendes Praktikum bei Munich Re haben eine Chance, eine der jährlich etwa 20 Traineestellen zu erhalten. So hat auch Hagestedt erst in ihrer Traineestelle zur Munich Re gefunden. „Für gute Bewerber bestehen immer Chancen auf ein Traineeprogramm bei uns“, betont Herbst.

Zumeist heuert Munich Re Mathematiker, Wirtschafts- und Versicherungsmathematiker, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure mit guten Studienleistungen an. „Ein Auslandsaufenthalt von mindestens drei Monaten während des Studiums oder der Schulzeit ist Pflicht“, ergänzt Herbst. Denn ein Großteil der Mitarbeiter von Munich Re sind in den Niederlassungen rund um den Globus beschäftigt, weshalb Auslandserfahrungen und interkulturelle Kompetenz sehr wichtig seien. Weiter verlangt Munich Re praktische Erfahungen – bevorzugt in derFinanzbranche.

Laut Herbst sind Schwerpunkthochschulen in Deutschland die Unis in Augsburg, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Köln, Leipzig, Mannheim, München (LMU und TU), Münster und Ulm sowie die Fachhochschule Köln studiert, die als einzige Hochschule in Deutschland einen Studiengang mit Rückversicherungsschwerpunkt anbietet. „Dennoch haben auch Bewerber von anderen Hochschulen eine Chance“, betont Herbst.

So wie eben Hagestedt von der Uni Hamburg, die wie viele andere Trainees auch für eine bestimmte Abteilung eingestellt wurde – in diesem Fall Corporate Pricing. Zu dem Programm gehören zwei oder drei Stationen für vier bis sechs Wochen in weiteren Abteilungen von Munich Re, drei zweiwöchige Blockseminare sowie ein sechswöchiger Auslandsaufenthalt, den Hagestedt in der Niederlassung im brasilianischen São Paolo verbrachte.

Das Einstiegsgehalt für Trainees beträgt zwischen 47.000 und 51.000 Euro. Herbst betont, dass sämtliche Trainees einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten, denn schließlich will Munich Re die Teilnehmer weiterbeschäftigen. Auch Hagestedt sieht ihre Zukunft in der Rückversicherung: „Für mich ich ist das ein spannendes Berufsbild.“

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