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Unmoralisches Angebot: Pornogröße bietet Schweizer Bankern 1 Mio. Dollar für Romneys Daten

US-Pornolegende Larry Flint (Foto: Glenn Francis)

US-Pornolegende Larry Flint (Foto: Glenn Francis)

Die Auseinandersetzung um das Schweizer Bankgeheimnis nimmt immer skurrilere Züge an. Mittlerweile wedelt nicht nur der sozialdemokratische NRW-Finanzminister Norbert Walter Borjans mit Bündeln von Tausenderscheinen vor der Nase von Schweizer Bankern, um die Daten deutscher Steuersünder zu erhalten.

Vielmehr tritt jetzt auch der berüchtigte US-Pornoverleger Larry Flynt in Borjans Fußstapfen. Der Verleger des Pornoblättchens Hustler hatte vor rund einer Woche für Furore gesorgt, als er in US-Medien die Kleinigkeit von 1 Mio. US-Dollar auslobte, um Informationen über die Steuererklärung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu erhalten.

Doch Flynt scheint jetzt auch die Schweizer Bankergemeinde als Zielgruppe für sein sündiges Angebot entdeckt zu haben. In der Schweizer Handelszeitung erschien auf Seite 40 in trockenem (Hoch-)Deutsch folgende Offerte: „Geben ein Geldangebot bekannt: 1 Mio. Dollar für Informationen über Mitt Romneys bisher unveröffentlichte Steuererklärungen und/oder Details zu dessen Anlagen in Übersee, Bankonten…“

In der Schweizer Politik sorgte dieses unmoralische Angebot für laute Töne. So sagte der Züricher FDP-Kantonalsrat Hans-Peter Portmann gegenüber dem Tagesanzeiger: „Weil der Aufruf aus dem Ausland kommt, müsste man auch von einer Aufforderung zur Spionage sprechen“, und ergänzte: „Das ist eine perverse Entwicklung, was Datenklau und Geheimnisverrat betrifft.“

Die Anzeigenabteilung der Handelszeitung sieht in der Veröffentlichung des 1 Mio. Dollar schweren Lockangebots unterdessen kein Problem. Laut dem Tagesanzeiger seien die Anzeigenverantwortlichen zunächst über die Anfrage erstaunt gewesen und hätten an einen Scherz geglaubt. Doch nachdem sich das Angebot als ernstgemeint herausstellte, habe der Hausanwalt die Veröffentlichung für unbedenklich erklärt.

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