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GASTKOMMENTAR: Wieso Networking harte Arbeit ist und für Sie vielleicht nichts herausspringt

Michael Moran

Das Prinzip des guten Samariters gilt auch fürs Networking. Es geht darum, einen Mehrwert zu bieten, Menschen in Ihrem Netzwerk zu helfen, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten. Networking stellt also harte Arbeit dar, ohne dass davon etwas notwendigerweise für Sie herausspringt. Tatsächlich müssen Sie eine ganze Reihe von Fröschen küssen, bevor Sie Ihre Prinzessin oder Ihren Prinzen finden.

Sie generieren einen Mehrwert für andere, damit wächst auch ihr soziales Kapital. Es gibt immer etwas, was Sie für andere Leute leisten können. Verwenden Sie etwas Zeit darauf herauszubekommen, was andere Leute wirklich benötigen – sprechen Sie über deren Probleme und nicht über die Ihrigen. Und stellen Sie nicht nur Fragen, unternehmen Sie etwas, durch das Sie sich Dankbarkeit verdienen.

In Ihrem Berufsumfeld gibt es drei Hauptkategorien von Leuten: Kollegen, Kunden, Lieferanten und Wettbewerber. Falls Sie auf Jobsuche sind, benötigen Sie ein Minimum von 250 Leuten in Ihrem Netzwerk. Dabei sollten Sie ein gesamtes Netzwerk von 350 Leuten anstreben, mit denen Sie beständig Informationen austauschen.

Daher gilt es, sich die Zeit für ein Networking inner- und außerhalb Ihres Unternehmens zu nehmen. Dafür sollten Sie sich mindestens zwei Stunden in der Woche reservieren – eine für Meetings innerhalb Ihres Unternehmens und eine weitere für Treffen außerhalb, zum Mittagessen oder Kaffeetrinken.

Und beachten Sie, dass Sie sich bei den Treffen alle erforderlichen Daten notieren, da Sie sich ansonsten später an all die persönlichen Informationen nicht mehr erinnern können. Diese sollten Sie wie eine Kundendatei behandeln. Die Leute fühlen sich geschmeichelt, falls Sie sich an etwas erinnern können, was ihnen persönlich wichtig ist, wie z.B. der Name ihrer Frau, ihr genauer Beruf, etwas Besonderes von ihren Kindern usf. Dadurch fühlen sie sich von Ihnen ernst genommen.

Die Grundidee des Networkings besteht darin, Leute anzusprechen, die Sie selbst kennen oder die Sie über Vermittlung eines Bekannten ansprechen, um sie um Hilfe und Rat zu fragen. Mit jedem neuen Kontakt, treten Sie in dessen Netzwerk ein mit einer Fülle an neuen Möglichkeiten. Sukzessiv bauen Sie so eine Liste von Kontakten auf, die Ihnen weiterhelfen können.

Daher sollten Sie sich beim Networking anstrengen, denn ein erfolgreiches Networking erfordert einige Anstrengung, Organisation und auch ein gewisses Maß an Mut. Die sozialen Kompetenzen, die Sie mit dem Networking aufbauen, werden hilfreich, sobald Sie in Führungspositionen aufsteigen. Sie verleihen Ihnen im Verlauf Ihrer Karriere einen Wettbewerbsvorteil.

Beim Networking handelt es sich um ein Geben und Nehmen und nicht nur um ein Nehmen. Sie sollten also nicht nur jemanden kontaktieren, sobald Sie etwas von ihm wollen. Vielmehr besteht der Schlüssel für ein gutes Networking gerade darin, etwas für andere zu unternehmen. Denn dann haben Sie etwas gut bei ihnen, wenn Sie selbst etwas benötigen.

Michael Moran ist Gründer und Chef des Karriereberatungsunternehmens 10 Eighty.

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