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„Miss Swiss Bank Account“: Wie sich die USA über Schweizer Banker totlachen

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Diskret und seriös – so wollen die Schweizer Banker in aller Welt wahrgenommen werden. Doch dieses Bild scheint abseits des Zürcher Paradeplatzes kaum noch jemand in den Sinn zu kommen. So zeichnet derzeit die deutsche Linke ein Bild des geldgierigen Schweizer Bankers, der geradezu geniale Fähigkeiten besitzt, deutsche Anleger vor dem Zugriff des heimischen Fiskus zu bewahren. Vor der deutschen Bundestagswahl im September oder Oktober 2013 ist keine Änderung in Sicht.

Doch jetzt haben auch die Obama-Anhänger im US-Präsidentschaftswahlkampf die Zugkraft des Klischees vom Schweizer Banker entdeckt. In einen Politspot lassen die Wahlkampstrategen der Demokraten eine „Miss Swiss Bank Account“ gemeinsam dem republikanischen Kandidaten Mitt Romney auftreten, worüber sich derzeit 310 Mio. US-Amerikaner totlachen.

Die Schönheit trägt einen blonden Haarkranz und ein extrakurzes Dirndl. Kurz, die Dame tritt im perfekten Heidilook auf, wobei jedoch anstelle von Unschuld pralle Brüste und demonstrative Laszivität treten.  So trällert die Sängerin zur Melodie des Songs „Barbie Girl“ der Band Aqua: „I am a Romney girl in a Romney world, life is taxless, it’s fantastic.“

Während „Miss Swiss Bank Account“ die Hüften kreisen lässt, erscheinen im Hintergrund die Bilderbuchansichten der Steuerparadiese: Schweiz, Cayman Islands, Luxemburg und Irland. Weiter geht es gemeinsam mit einem vermeintlichen Mitt Romney: „He is rich and you are poor. If he wins, you’re uninsured.”

Mit dem Spot machen sich die Demokraten über den Multimillionär Romney lustig, der öffentlich beteuert hat, niemals weniger als 13 Prozent Einkommenssteuer gezahlt zu haben.

Doch im Unterschied zum Rest der Welt bleibt der Schweizer Botschaft bei dem Videoclip das Lachen im Halse stecken. „Wir haben das Personal der Pro-Obama-Kampagne darauf hingewiesen, dass die Schweiz das Bemühen von Klischees, die sehr weit von einem Land entfernt sind, das energisch gegen Schwarzgeld auf seinem Finanzmarkt kämpft, wenig zu schätzen weiß“, zitiert die Boulevardzeitung „Le Matin“ den Schweizer Botschafter Nicolas Bideau.

Doch die Wahlkämpfe in den USA und Deutschland laufen noch lange. Dabei dürften sich noch reichlich Gelegenheiten bieten, dass Bild der Schweiz und seiner Banker zu bemühen.

Hier der Video-Clip:

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