☰ Menu eFinancialCareers

Lässt sich das Gehalt durch einen MBA verdoppeln?

MBA-Interessenten aus Deutschland erwarten von dem Managementstudium eine Verdopplung ihres Jahresgehaltes. Laut einer Umfrage des Messeveranstalters QS unter 70.000 MBA-Interessenten weltweit verdienen die Anwärter aus Deutschland vor dem Masterstudium durchschnittlich 65.000 US-Dollar. Von einem MBA erhoffen sie sich eine Verdopplung auf 135.000 US-Dollar

Doch dies scheint weit von einer realistischen Einschätzung entfernt zu sein. Denn nach einer weiteren QS-Umfrage unter MBA-Absolventen aus dem vergangenen Jahr kassierten erfolgreiche Teilnehmer gerade einmal 79.000 bis 83.500 US-Dollar – je nachdem, ob sie bei einem nationalen oder multinationalen Arbeitgeber beschäftigt sind.

Allerdings scheinen die Träume von einen Gehaltssprung nach einem MBA in anderen Ländern noch deutlich verbreiteter zu sein. Denn lediglich die Spanier zeigten sich moderater als die Deutschen und rechnen mit einer Gehaltserhöhung um den Faktor 1,7, was angesichts der prekären Wirtschaftslage kaum verwunderlich ist.

Dagegen ist Bescheidenheit in den Schwellenländern gerade nicht angesagt. So erwarten die indischen MBA-Interessenten eine Gehaltserhöhung um den Faktor 4,4, die thailändischen um den Faktor 4,3 und die kasachischen um den Faktor 3,9.  Doch auch die US-Amerikaner und Briten hoffen auf eine Gehaltserhöhung um den Faktor 2,6 auf 153.000 bzw. 139.000 Dollar.

Die Wirtschaftskrise scheint auch die Schweizer MBA-Anwärter nicht von satten Gehaltsträumen abzubringen. Denn die Eidgenossen erhoffen sich von einem MBA ein zweieinhalbfaches Gehalt. Dabei beziehen die Schweizer MBA-Interessenten mit 82.000 Dollar vor dem Studium bereits die üppigsten Gehälter weltweit. Laut QS wurden bei vorangehenden Umfragen noch nie so ambitionierte Gehaltsvorstellungen ermittelt wie in 2012. Diese dürften angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung wenig realistisch sein.

Erstaunlich wirkt sich die Krise auch auf die Herkunft der westeuropäischen MBA-Anwärter in 2012 aus. So stammen mit 15,9 Prozent die meisten Interessenten aus den Finanzdienstleistungen, gefolgt von 13,8 Prozent aus dem Consulting. Dabei hat sich der Anteil der Anwärter aus den Finanzdienstleistungen binnen Jahresfrist verdoppelt. Dies könnte dafür sprechen, dass viele arbeitslose Banker die unfreiwillige Auszeit für einen MBA nutzen.

Trotz der schwierigen Situation der Branche wollen indes 47,6 Prozent der MBA-Interessenten aus den Finanzdienstleistungen auch nach dem Abschluss in der gleichen Branchen arbeiten; weitere 21 Prozent möchten ins Consulting wechseln.

Hier die Gehaltsvorstellungen der MBA-Anwärter nach Ländern:

Quelle: QS TopMBA Applicant Survey

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier