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Wie Sie mit Ihrem Chef streiten, ohne gefeuert zu werden

So sollten Sie nicht mit Ihrem Chef streiten.

So sollten Sie nicht mit Ihrem Chef streiten.

Mit seinem Vorgesetzten zusammenzustoßen, scheint einem Karriereselbstmord zu gleichen – ganz besonders im aktuell schwachen Jobumfeld. Doch es gibt immer Situationen, in denen Sie den Mund aufmachen müssen – gleich ob es darum geht, eine Geschäftsentscheidung anzuzweifeln oder eine schlecht ausgefallene Leistungskontrolle anzufechten. Laut Experten ist es sehr wohl möglich, sich mit Ihrem Manager zu streiten, ohne sogleich vor die Tür gesetzt zu werden.  Es hängt ganz davon ab, wie Sie dies anstellen.

1. Reduzieren Sie es auf ein arbeitsbedingtes Problem

Bringen Sie nur Themen vor, die mit Ihrem Job zusammenhängen. „Persönliche Probleme sollten von arbeitsbedingten Problemen getrennt werden. Es ist fair, alles vorzubringen, was vorteilhaft für Ihre Karriere, Entwicklung und Ihr Wohlbefinden ist“, sagt Daniel Koh, Psychologe bei Insights Mind.

2. Lassen Sie den Zug nicht entgleisen

Seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, laut zu werden, Kraftausdrücke zu gebrauchen und darauf zu bestehen, das letzte Wort zu behalten, ist nicht akzeptabel. „Es gibt zwei Grundregeln für positives Engagement: 1. Die Logik muss vorherrschen. 2. Sie müssen Ihre Emotionen hiervon trennen“, erläutert Paul Heng von NeXT Corporate Coaching Services.

„Von Beginn an sollten Sie das Ergebnis im Hinterkopf behalten: ‚Worin besteht mein Ziel, wenn ich dieses Problem anspreche?‘ Es hilft Ihnen dabei, den Streit geschickt anzugehen, wenn Sie sich derartige Fragen selbst stellen – manchmal ist es besser, bestimmte Dinge einfach laufen zu lassen“, ergänzt Heng.

3. Fragen Sie um Erlaubnis

Heng rät, um Erlaubnis zu fragen, denn dies wird üblicherweise positiv aufgenommen. Dabei genügt oft schon eine einfache Frage, um die Diskussion in konstruktive Bahnen zu lenken wie etwa: „Ich habe einige Ansichten, die ich mit Ihnen besprechen möchte. Ist das in Ordnung?“

4. Seien Sie gut vorbereitet

„Leute aus Finance lieben Prognosen, Pläne, Stabilität und ein breites Verständnis für alle Gebiete mitzubringen. Dies sollten Sie bei einem Gespräch im Hinterkopf behalten, bevor Sie unvorbereitet in ein Gespräch gehen“, sagt Koh.

5. Kennen Sie Ihren Vorgesetzten

Bei der Persönlichkeit Ihres Vorgesetzten handelt es sich um einen wichtigen Faktor, den Sie allein einschätzen können.  Laut Heng ist es unumgänglich, den Arbeitsstil und die Persönlichkeit Ihres Vorgesetzten zu verstehen. Einige Manager wollen gegensätzliche Meinungen nicht hören, andere schon.

6. Betonen Sie, welche Vorteile dies für das Unternehmen mitbringt

„Falls Ihr Vorgesetzter versteht, worauf Sie hinauswollen, und ob Ihre Vorstellungen angemessen und realistisch sind, dann werden diese wahrscheinlich eher beachtet als etwas, das keinen Vorteil für das Unternehmen mit sich bringt“, sagt Koh.

Ihren Chef zu kritisieren, kann sich ebenfalls auszahlen, falls er oder sie nicht professionell gehandelt haben – besonders gegenüber dem oberen Management. „Falls Ihre Beiträge geschätzt werden, dann besteht immer die Möglichkeit, dass ein Streit einer bestimmten Person zu deren Absetzung führt“, ergänzt Heng.

7. Bleiben Sie ruhig, auch wenn Ihr Vorgesetzter laut wird

Auch wenn Sie mit Ihrem Vorgesetzten auf eine möglichst konstruktive Weise gestritten haben, mögen sie in die Defensive geraten oder verärgert sein. In einer solchen Situation rät Koh: „Respektieren Sie, was gesagt wurde, respektieren Sie auch die Gefühle Ihres Vorgesetzten und antworten Sie, dass Sie darüber nachdenken werden. Allerdings sollten Sie Versprechen vermeiden, die Sie nicht halten können. Sobald sich die Wogen geglättet haben, können Sie nach einem klärenden Gespräch fragen.“

Laut Heng ist Distanz erforderlich, falls die Dinge unangenehm werden. „Es macht überhaupt keinen Sinn, ein Gespräch fortzusetzen, wenn Ihr Vorgesetzter emotional nicht in der Lage ist, vernünftig zu argumentieren“, ergänzt Heng. Sicher können Sie immer noch mit Ihren Füßen abstimmen, sofern sich nach dem Gespräch nichts ändert. „Falls Sie bedroht oder unfair behandelt werden, Gefahr ausgesetzt sind oder emotional erpresst werden, dann sollten Sie dies der HR-Abteilung melden. Allerdings sollten Sie sicherstellen, dass die Fakten korrekt sind“, rät Heng.

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