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Welche deutsche Bank im ersten Halbjahr am besten gezahlt hat

Commerzbank bonus pool (Flickr by aranjuez1404)

Commerzbank bonus pool (Flickr by aranjuez1404)

Die Bilanzsaison neigt sich dem Ende zu. Zumindest die börsennotierten Banken haben ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Anders sieht es bei den meisten Landesbanken aus, die sich traditionell sehr viel Zeit für die Erstellung ihrer Zahlenwerke lassen. Doch schon auf der Basis der vorliegenden Zahlen ergibt sich ein klares Bild, welche Banken im ersten Halbjahr das meiste Geld für ihre Mitarbeiter springen ließen und wo die Beschäftigten ihre Vergütungen auch tatsächlich wert waren. Konkret:

Beim Vorsteuergewinn bleiben Investmentbanker spitze

Beim Vorsteuergewinn liegen die Investmentbanker der Deutschen Bank auf dem ersten Platz. Jeder der knapp 15.000 Beschäftigten war für ein Ergebnis vor Steuern von über 187.300 Euro verantwortlich. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Denn für das Investmentbanking arbeiten in Infrastruktureinheiten nochmals mehrere tausend Mitarbeiter für die Sparte, die aber in den Geschäftszahlen gesondert ausgewiesen werden. Dadurch sehen die Ergebnisse des Branchenprimus besser aus als sie tatsächlich sind. Überdies stehen für die Hypo Vereinsbank (HVB) keine genauen Mitarbeiterzahlen der einzelnen Geschäftsbereiche zur Verfügung. Ansonsten würden die Investmentbanker der Bayern sicherlich deutlich zum Branchenprimus aufschließen.

Falls nur die Gesamtbanken betrachtet werden, schieben sich den auch die HVB – und noch überraschender die Aarealbank – vor die Deutsche Bank. Denn beim Branchenprimus generierte jeder Mitarbeiter einen Vorsteuergewinn von durchschnittlich nur etwa 28.200 Euro. Bei der Aarealbank waren es knapp 38.300 Euro und bei der HVB sogar stolze 81.700 Euro.

Quelle: Halbjahresberichte

Sogar die Postbank zahlt besser als die Commerzbank

Anders sieht es aus, wenn es um die Bezahlung der Mitarbeiter geht. Dort schneidet die Deutsche Bank mit Abstand am besten ab – und das traditionell. So ließ das Institut für jeden Beschäftigten durchschnittlich 70.000 Euro springen – bei der zweitplatzierten HVB waren es keine 50.000 Euro. Die Commerzbank als zweitgrößtes deutsches Kreditinstitut scheint indes gegenüber ihren Mitarbeitern besonders knausrig zu sein. Die Bank wandte für das Personal pro Kopf keine 36.000 Euro auf. Damit zahlt die Commerzbank sogar schlechter als die Postbank mit gut 38.600 Euro!

Quelle: Halbjahresberichte

Deutsche Bank hat ein ernstes Kostenproblem

Bemerkenswerterweise gehen bei der Kostenertragsquote die ersten drei Plätze an den Deutsche Bank-Konzern. Insgesamt musste das Institut über 79 Cent aufwenden, um einen Euro Ertrag zu generieren. Bei der konzerneigenen Postbank waren es mit gut 77 Cent nur unerheblich weniger. Dagegen scheinen HVB und Aarealbank mit Kostenertragsquoten von 51,5 und 44,1 Prozent ihre Kosten im Griff zu haben. Das vergleichsweise gute Abschneiden der Commerzbank mit 68,1 Prozent darf indes nicht über die trüben Realitäten hinwegtäuschen. Denn diese Kennziffer bezieht sich hier lediglich auf das operative Geschäft. Die horrenden Verluste der hauseigenen Bad Bank sind also nicht enthalten – ansonsten dürfte die teilverstaatlichte Bank wohl die rote Laterne tragen.

Quelle: Halbjahresberichte

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