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Der kleine Knigge für Online-Bewerbungen

Bewerben Sie sich online? Wissen Sie, wie Sie sich benehmen müssen, um nicht als ein EDV-Analphabet zu erscheinen und sind Sie auch vertraut mit den Nuancen in Anschreiben?

Nein? Dann ist der folgende Artikel genau das Richtige für Sie.

1. Anschreiben oder kein Anschreiben

Falls Sie sich für eine Stelle auf dieser Website oder anderswo online bewerben, gibt es dann einen Grund, ein Anschreiben beizufügen?

Ja, aber fassen Sie sich kurz.

“Ein Anschreiben ist gut, aber wir halten dies nicht für einen Standard”, sagt Trevor Symons vom Recruitment-Unternehmen Selby Jennings. “Die besten Anschreiben sind nicht zu lang und skizzieren Ihr technisches Können”, ergänzt Symons. “Sie sollten auch maßgeschneidert für den Job sein, auf den Sie sich bewerben und nicht bloß in einem riesigen Textblock bestehen, in dem Sie Ihre Motivation für eine allgemeine Stelle erklären.”

Die Gestaltung eines Anschreibens wird umso wichtiger, wenn Sie sich direkt beim Arbeitgeber bewerben und nicht indirekt über Recruitment-Unternehmen.

“Falls Sie sich direkt bei einem Arbeitgeber bewerben, ja – dann sollten sie unbedingt ein Anschreiben mitsenden”, sagt Ray Baptiste, ein Senior Recruiter bei Gazprom. “Es sollte sich gewissermaßen um ein Executive Summary Ihres Lebenslaufes handeln, indem hervorgehoben wird, wieso Sie der Richtige für die Stelle sind.”

2. Sollte sich das Anschreiben in der Email oder im Anhang befinden?

Sie schreiben also ein Anschreiben, aber wohin damit?

Symons rät davon ab, es einer Email als Anhang beizufügen. “Mit der Menge an Bewerbungen, die Recruiter erhalten, kann ein Anhang leicht abhandenkommen und ich gehe davon aus, dass wird bei Hiring Managern ganz ähnlich sein”, sagt der Experte.

Falls Sie sich direkt bei Arbeitgebern bewerben, dann rät Baptiste enschieden dazu, das Anschreiben anzuhängen UND in die Email aufzunehmen. “Falls Sie ein Anschreiben in der Email verschicken, dann kann es verlorengehen”, betont Baptiste. “Um es zu speichern, müssten es Hiring Manager in ein Worddokument kopieren und das unterlassen sie vielleicht.”

“Ich würde eine Kurzfassung des Anschreibens in die Email aufnehmen und das vollständige Anschreiben als Anhang beifügen”, empfiehlt Baptiste.

3. Schriftart, Klein- oder Großschreibung

Welche Schriftart sollten Sie für Ihren Online-Lebenslauf und Ihr mühevoll verfasstes Anschreiben wählen?

Laut Janet Moran, Managing Director bei CV House, muss Ihr Lebenslauf leicht am Bildschirm zu lesen sein. Aus diesem Grund rät sie von Times New Roman ab und empfiehlt zugänglichere Schriftarten wie Sans Serife, Tahoma oder Verdana.

Falls Sie zur GROSSSCHREIBUNG tendieren, dann sollten Sie sich nicht davon hinreißen lassen. Denn Großbuchstaben zu verwenden, lässt ihr Anschreiben SONDERBAR aussehen.

4. Betreffzeile

Füllen Sie die Betreffzeile Ihrer Bewerbungs-Email aus. Wenn Sie das unterlassen, dann erschweren Sie die Bearbeitung Ihrer Bewerbung. Offenkundig sollte die Betreffzeile enthalten, für welchen Job Sie sich bewerben.

5. Selbstbeherrschung

Sofern Sie sich auf Stellen online bewerben, dann verspüren Sie möglicherweise den Drang, sich auf alles Mögliche zu bewerben, auch wenn Sie nicht über die Qualifikationen oder die geforderte Berufserfahrung verfügen.

Das sollten Sie unterlassen.

Dies gilt besonders, falls Sie sich direkt bei Arbeitgebern bewerben. “Wenn Sie zu viele Bewerbungen versenden, dann werden die Leute zu vertraut mit Ihnen als Bewerber”, warnt Baptiste. “Daher ist es besser, sich gezielt zu bewerben”, rät er.

Recruiter stehen Mehrfachbewerbungen weniger ablehnend gegenüber, aber sie wünschen ebenso wenig Mehrfachbewerbungen auf dieselbe Stelle und eine einzige Bewerbung auf eine Stelle, für die Sie offenkundig nicht geeignet sind. “Es kann schon ein wenig ermattend sein, die Bewerbungen von Uniabsolventen auf Vice President oder Director Positionen herauszufiltern”, sagt ein Recruiter.

6. Nachhaken oder nicht nachhaken?

Sollten Sie nachhaken, nachdem Sie eine Onlinebewerbung abgeschickt haben?

Schon, aber nicht sofort.

“Sie sollten einige Tage verstreichen lassen, bevor Sie bei Ihrer Bewerbung nachhaken”, sagt Logan Naidu von Cornell Partnership. “Manchmal schlüpfen Leute durchs Netz, weshalb sich ein Telefonat lohnen kann.”

“Allerdings ist es nicht sinnvoll, immer wieder nachzufassen, wenn wir Ihnen bereits mitgeteilt haben, dass Sie für den Job nicht geeignet sind”, ergänzt Naidu.

7. Die Größe des Anhangs

Sofern Sie lediglich einen Lebenslauf und ein Anschreiben versenden, ist dies womöglich kein Problem. Doch wenn Sie eingescannte Arbeitszeugnisse, Uniabschlüsse und Fotos von sich als Kind verschicken – was nicht empfohlen wird – dann seien Sie sich darüber im Klaren, dass Emails mit mehr als 3 Megabytes von Firewalls herausgefiltert werden können.

8. Sarah@CrazyPig.de

Schließlich sollten Sie beachten, dass eine verrückte Emailadresse lediglich suggeriert, dass Sie ein verrückter Bewerber sind. Laut Baptiste sind Web Developer anfällig für alberne Emailadressen, weil sie oft eigene Unternehmen mit manchmal albernen Namen haben.

Falls ihre private Emailadresse komisch ist, dann organisieren Sie eine ähnliche Emailadresse wie Sarah1234@googlemail.com. Das lässt Sie zwar nicht hervorstechen, aber Sie machen sich auch nicht lächerlich.

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