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Allianz schafft 260 Stellen in Deutschland ab – und 350 im Ausland neu

Allianz-Chef Michael Diekmann

Allianz-Chef Michael Diekmann

Die Internationalisierung des Allianzkonzerns setzt sich auch bei den Mitarbeiterzahlen schleichend fort. Während der Düsseldorfer Mitbewerber Ergo jüngst einen Abbau von 1350 Stellen im Vertrieb ankündigte, stellt die Allianz weiter ein – allerdings nur in sehr bescheidenem Umfang. So legte die  Mitarbeiterzahl von Januar bis Juni um 90 auf gut 142.000 zu, wie Europas größter Versicherungskonzern am heutigen Freitag (3. August) bei der Vorstellung der Quartalszahlen mitteilte.

Dabei gingen indes in Deutschland 260 Stellen verloren, womit hierzulande noch immer 42.577 Mitarbeiter für den Konzern arbeiten. Im Ausland erhöhte sich die Beschäftigung um 350 auf 101.450 Stellen.

Trotz Staatsschuldenkrise und historisch niedrigem Zinsumfeld überraschte die Allianz mit guten Zahlen. Der Umsatz legte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 25,2 Mrd. Euro zu und das operative Ergebnis um 2,8 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro.

Konzernchef Michael Diekmann zeigte sich zufrieden: „Unsere kontinuierlich guten Ergebnisse zeigen, dass wir die widrigen Marktbedingungen erfolgreich meistern. Unser operatives Geschäft ist stabil ist und bleibt auf Kurs.“

Wieder einmal rettete das Asset Management die Geschäftszahlen. Dort kletterte das operative Ergebnis um weitere 20,3 Prozent auf 635 Mio. Euro. Auch die Mitarbeiter scheinen von dem Geldsegen ein wenig abzubekommen. Denn der Personalaufwand legte in dem gleichen Zeitraum um 7,2 Prozent auf 549 Mio. Euro zu, womit das Asset Management die Kosten im Griff zu haben scheint. Für jeden Euro Ertrag wendete die Sparte gerade einmal 58 Cent auf. „Wir sind mehr als zufrieden mit unserem Asset Management-Geschäft. Die Ergebnisse waren in den letzten Jahren trotz der Krise immer hervorragend“, sagte Allianz-Vorstand Oliver Bäte.

Dagegen sah es im eigentlichen Versicherungsgeschäft nicht ganz so rosig aus. Zwar legten in der Schadens- und Unfallversicherung die Beitragseinnahmen um 5,2 Prozent zu, aber beim operativen Ergebnis musste die Allianz ein Minus von 16,3 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro verkraften. Die kombinierte Schadens- und Kostenquote verschlechterte sich von 95 auf 97,4 Prozent.

Im Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen gaben die Beitragseinnahmen indes um 0,9 Prozent auf 12,9 Mrd. Euro nach. Dennoch konnte die Allianz hier ihr operatives Ergebnis um 20,9 Prozent auf 821 Mio. Euro steigern. Erstaunlicherweise erzielte die Sparte ausgerechnet in Italien und Spanien „ein starkes Umsatzwachstum“.

Unterdessen bestätigte Konzernchef Diekmann die Prognosen für das restliche Geschäftsjahr: „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bestätigen wir unseren Ausblick für ein operatives Ergebnis 2012 von 8,2 Mrd. Euro – plus/minus 0,5 Mrd. Euro.“

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