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Enttäuschung: Schwacher Euro belastet Ergebnis der Deutschen Bank

Die überraschende Vorabveröffentlichung von Quartalszahlen scheint derzeit im Trend zu liegen. So hat die Deutsche Bank am heutigen Dienstag (24. Juli) einen Vorsteuergewinn von rund 1 Mrd. Euro für das zweite Quartal gemeldet. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,8 Mrd. Euro gewesen. Damit liefert der deutsche Branchenprimus ein enttäuschendes Ergebnis ab. Denn die von Thomson Reuters befragten Analysten hatten durchschnittlich mit 1,4 Mrd. Euro gerechnet.

Die Erträge verminderten sich von 8,5 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf etwa 8 Mrd. Euro im zweiten Quartal, während die Aufwendungen von 6,3 auf 6,6 Mrd. Euro zulegten.

Dabei scheint u.a. der schwache Euro der Deutschen Bank das Geschäft verhagelt zu haben. „Der Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen ist vor allem währungsbedingt und darauf zurückzuführen, dass sich die in US-Dollar und Britischen Pfund anfallenden Kosten der Bank aufgrund des schwächeren Euro umrechnungsbedingt erhöhten“, heißt es von der Deutschen Bank.

Der Euro hatte zwischen Ende März bis Ende Juni um 5,1 Prozent auf 1,2665 US-Dollar nachgegeben. Da ein Großteil der hochdotierten Investmentbanker der Deutschen Bank in London, New York und Asien arbeiten und in US-Dollar oder Pfund entlohnt werden, erhöhen sich die Kosten für die Deutsche Bank, die in Euro bilanziert.

Detailliertere Informationen will die Deutsche Bank am kommenden Dienstag (31. Juli) vorlegen.

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