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Was Recruiter sagen, wenn sie Kandidaten loswerden möchten

Image credit: Getty Images via @daylife

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Es handelt sich um einen klassischen Arbeitgebermarkt. Viele Banker werden freigesetzt und die Zahl der Stellen sinkt. Somit gibt es deutlich mehr Kandidaten als Stellen auf dem Markt. Dass sich andererseits viele Banker nicht trauen, die Stelle zu wechseln, entlastet den Arbeitsmarkt hingegen kaum.

Doch falls Sie selbst ein Recruiter sind, was sagen Sie Kandidaten, um sie loszuwerden? Oder umgekehrt: Wenn Sie ein Kandidat sind, wie können Sie die Euphemismen der Recruiter durchblicken und verstehen, ob diese Ihnen wirklich nichts anzubieten haben?

Zunächst: Bei Recruitern handelt es sich um offene und ehrliche Leute

Alle Recruiter, mit denen wir gesprochen haben, betonten, dass sie den Kandidaten die Wahrheit sagen. Es gibt keine Ausflüchte: Sie teilen den Bewerbern offen mit, wenn sie nicht weiterhelfen können und sie werden ebenfalls offen sagen, wenn sie es doch können.

„Tatsächlich können Sie fast immer jemanden irgendwie helfen, auch wenn es nur ein nützlicher Ratschlag ist“, sagt Logan Naidu, Partner beim Recruitment-Unternehmen Cornell Partnership. „Bei den Recruitern gibt es eine Tendenz, die Kandidaten auf zweifache Weise zu betrachten: Sie schauen nach, ob sie jetzt auf ein Jobprofil passen, an dem sie arbeiten, und achten nicht auf die längerfristige Perspektive“, ergänzt Naidu.

Allerdings gibt es Situationen und Umstände, in denen Recruiter versuchen werden, Kandidaten zurückzuweisen. Falls Sie selbst ein Kandidat sind, dann mag es nicht immer ganz deutlich werden, ob die Recruiter eben das beabsichtigen. Doch es gibt einige Hinweise:

Wenn Recruiter nichts von sich hören lassen

„Ich versuche jedem, einen anständigen Rat zu geben, doch wenn mir jemand auch den Wecker fällt, dann beantworte ich einfach seine Anrufe und Emails nicht“, sagt ein Recruiter.

Wenn sie Ihnen zu einem anderen Recruiter raten

Falls Ihnen ein Recruiter nicht weiterhelfen kann, dann wird er Sie möglicherweise an jemanden anderen verweisen. Dabei kann es sich um einen echten Hilfsversuch handeln oder schlicht um einen Versuch, jemanden loszuwerden. „Manchmal schlage ich vor, Person X beim Rercuitment-Unternehmen Y zu treffen“, erzählt ein anderer Headhunter.

Wenn ein Recruiter sagt: „Leider habe ich keine Zeit Sie zu treffen, aber ich werde Ihren Lebenslauf behalten“

Die meisten Recruiter wollen es sich mit den Kandidaten nicht verderben und falls Sie es tatsächlich für möglich halten, dass sie den Kandidaten vielleicht in der Zukunft vermitteln können, dann werden sie sich mit Ihnen wahrscheinlich schon aus Höflichkeit auf einen Kaffee treffen, nur um herauszufinden, mit wem sie es zu tun haben. Falls der Recruiter indes Ihren Lebenslauf annimmt, um ihn in seine Datenbank einzugeben, ohne sich mit Ihnen zu treffen, dann stellt dies gewiss kein gutes Zeichen dar.

Wenn ein Recruiter sagt: „Ich lege Ihren Lebenslauf dem Kunden vor“

Letztlich sind es nicht die Recruiter, die die Entscheidungen fällen, ob jemand eingestellt wird oder nicht: das sind vielmehr ihre Kunden. Darauf zu verweisen, dass die Entscheidung beim Arbeitgeber liegt, stellt somit auch eine Variante dar, aufdringliche Kandidaten loszuwerden. „Ich erzähle dem Kandidaten, dass ich ihren Lebenslauf dem Kunden vorgelegt habe und dass ich den Kunden gebeten habe, mir mitzuteilen, ob der Kandidat geeignet ist oder nicht“, sagt eine Recruiterin.

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