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Niedrigzinsumfeld setzt Versicherungen zu: AXA erwägt zusätzlichen Stellenabbau in Deutschland

Die AXA-Hauptverwaltung wird wohl künftig weniger Mitarbeiter beherbergen.

Die AXA-Hauptverwaltung wird wohl künftig weniger Mitarbeiter beherbergen.

Während das herrschende Niedrigzinsumfeld mit zum Teil sogar Negativzinsen Finanzminister Wolfgang Schäuble ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte, haben die Versicherungskonzerne damit schwer zu kämpfen. Laut dem Aufsichtsratschef des französischen Versicherungsriesen AXA Jacques de Vaucleroy könnte dies das Unternehmen sogar zwingen, in Deutschland zusätzliche Stellen zu streichen.

Denn das bisherige Sparprogramm könnte unter diesen Umständen nicht mehr ausreichen. „Die Marke von 328 Mio. Euro Kostenersparnis ist derzeit gesetzt“, sagte de Vaucleroy gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Damit ist ein Abbau von 1600 Vollzeitstellen in Deutschland bis Ende 2015 verbunden. Diese Einsparungen gingen indes von normalen Marktbedingungen aus. „Wenn das Marktumfeld außergewöhnlich bleibt, könnten die Dinge anders liegen“, ergänzte de Vaucleroy.

Das Niedrigzinsumfeld schränke den Spielraum von Versicherungen zusehends ein. „Früher konnten Versicherer sich darauf verlassen, dass höhere Erträge aus ihren Kapitalanlagen Spielraum schufen. Das funktioniert im Moment nicht mehr“, betonte de Vaucleroy.

Allerdings wolle der Versicherungsriese mit 10.800 Beschäftigten und einem Umsatz von 10,6 Mrd. Euro in Deutschland den Stellenabbau sozialverträglich gestalten. Der Aufsichtsratschef sagte: „Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir auf jeden Fall vermeiden.“

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