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Fünf Fragen, die Sie in einem Bewerbungsgespräch stellen sollten

©istockphoto/frender

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„Und was möchten Sie von uns wissen?“ Diese Frage ist im Bewerbungsgespräch der Startschuss für Sie, Ihre Kompetenzen und Interessen darzustellen, Unklarheiten zu beseitigen und zu zeigen, dass Sie sich im Vorfeld ausführlich mit Ihrem potenziellen Arbeitgeber beschäftigt haben. Mit welchen Fragen Sie beim Interview besonders punkten, haben wir für Sie zusammengestellt:

1. Wie würden Sie die Philosophie, Unternehmenskultur, Führungskultur Ihres Unternehmens beschreiben?

„Für die Zufriedenheit am künftigen Arbeitsplatz ist es wichtig, dass die eigene Philosophie sich mit der des Arbeitgebers deckt“, gibt Manfred Heindl, stellvertretender Personalleiter der Kreissparkasse Augsburg zu bedenken: „Jede Bank hat ein anderes Konzept. Daher ist es uns wichtig, dass der Bewerber versteht, wie die Kreissparkasse als regionales Finanzinstitut tickt. Er soll zeigen, dass es ihm wichtig ist zu wissen, wie wir unsere Kunden betreuen.“

2. Wo sind Stärken und Schwächen des Unternehmens?

„Mit dieser Frage erfahren Bewerber, welche Stellung das Finanzunternehmen im Markt hat“, meint Personalberater Hans-Gerd Coenen von der QRC Group in Düsseldorf. Das ist gerade bei regionalen Finanzinstituten von Bedeutung, um herauszufinden, wie sie im Gegensatz zur Konkurrenz dastehen. „Zudem sollte der Bewerber ja auch wissen, ob er sich mit einem finanzkräftigen Unternehmen einlässt oder ob es unter der Finanzkrise leidet“, sagt Coenen.

Wer nach den Schwächen fragt, kann auch gleich herausstellen, dass er dazu beitragen möchte, diese auszubügeln. Übrigens, wer mehr zu den Stärken wissen will, kann seinen Gesprächspartner auch fragen: „Warum arbeiten Sie für das Unternehmen?“

3. Stellen Sie Fragen, die von Ihrer fachlichen Kompetenz zeugen

In der Personalabteilung der Kölner AXA rät man den Bewerbern, fachliche Fragen zu stellen, die den neuen Aufgabenbereich betreffen. Das signalisiert den Gesprächspartnern, dass Sie sich gut in diesem Gebiet auskennen. Für Mike Schrottke, Leiter Konzern-Personal bei Hauck & Aufhäuser in Frankfurt, sind solche Fragen ein guter Start, um mit seinen Gesprächspartnern in eine fachliche Diskussion einzusteigen: „Dabei merken Ihre künftigen Vorgesetzten, dass sie mit Ihnen auf Augenhöhe sprechen können. Das zählt mehr als Abschlussnoten und Referenzen.“

4. Wo liegen die Herausforderungen im Aufgabengebiet oder in der Abteilung?

„Um abzuschätzen, ob sich der Bewerber dem neuen Aufgabenbereich gewachsen fühlt, sollte er fragen, wo die Ecken und Kanten des Bereichs liegen“, meint Kreissparkassen-Mann Heindl. Dabei erfährt er zugleich, welche Eigenschaften für diese Position wichtig sind und kann dementsprechende Stärken herausstellen oder gleich Verbesserungsideen einbringen.

Um mehr über die Abteilung zu erfahren, eigenen sich nach AXA-Einschätzung auch Fragen zum Altersdurchschnitt oder wie die Abteilung im Unternehmen eingebunden ist. Echtes Interesse zeigen Sie auch, wenn Sie fragen, ob Sie die Abteilung sehen können.

5. An welchen Kriterien entscheidet die Führungskraft während der Probezeit, ob der Bewerber eine gute Wahl war?

„Die Frage impliziert, dass der Bewerber ein sehr guter Mitarbeiter werden will und dafür viel Engagement zeigen möchte“, sagt Jürgen Schrade von der Nürnberger Versicherungsgruppe. Auch Schrottke von Hauck & Aufhäuser rät Bewerben, im Gespräch mit ihrem künftigen Vorgesetzten direkt zu fragen, was sie nach einem halben Jahr erreicht haben sollen, damit sie in ihrer Position erfolgreich sind. „Auf diese Weise erfahren Sie das genaue Anforderungsprofil und können prüfen, ob Sie das auch leisten können. Schließlich wollen Sie mit dem Unternehmen ja eine langfristige Beziehung eingehen und sollten wissen, ob Sie die Erwartungen erfüllen können und wollen“, ergänzt Schrottke.

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