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Strategieschwenk: Sind im Investmentbanking der Deutschen Bank Tausende von Arbeitsplätzen bedroht?

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Wenn es nach den renommierten Analysten Kian Abouhossein und Amit Ranjan von JP Morgan Cazenove geht, dann scheinen den Mitarbeitern der Deutschen Bank turbulente Zeiten ins Haus zu stehen. Denn die beiden Experten prognostizieren einen kräftigen Personalabbau in Investmentbanking und Asset Management.

Während die Investmentbanken rund um den Globus bereits in 2011 ihre Mitarbeiterzahl kräftig zusammengestrichen haben, baute der deutsche Branchenprimus in seinem Investmentbanking gerade einmal 500 Jobs ab – im Branchenvergleich handelt es sich geradezu um „Peanuts“, um den ehemaligen Deutsche Bank-Chef Hilmar Kopper zu zitieren.

Doch jetzt arbeiten die beiden neuen Co-Chefs der Deutschen Bank Anshu Jain und Jürgen Fitschen an einer neuen Strategie, die am 12. September präsentiert werden soll. Hierfür rechnen Abouhossein und Ranjan mit Kosteneinsparungen von 2,5 Mrd. Euro, wovon 1,9 Mrd. auf das Investmentbanking und weitere 600 Mio. Euro auf das Asset Management entfallen sollen.

„Wir glauben, dass das neue Deutsche Bank-Management eine Restrukturierung als ein potenzielles Kosteneinsparungsinstrument nutzen könnte, um die Profitabilität zu steigern, da wir nicht erwarten, dass sich die Umgebung der Investmentbanking-Erträge kurzfristig verbessert“, schreiben Abouhossein und Ranjan in ihrer Analyse vom heutigen Dienstag (3. Juli). Der deutsche Branchenprimus hatte bislang auf tiefere Einschnitte verzichtet, um den Teilrückzug der Wettbewerber aus dem Investmentbanking zu einem Ausbau seines Marktanteiles zu nutzen.

An dieses Szenario scheinen die beiden JPMorgan Cazenove-Analysten kaum noch zu glauben. Vielmehr rechnen beide Analysten mit einem Stellenabbau von 10 bis 20 Prozent, was von dem Mix an teurerem und günstigeren Personal sowie anderen Schritten wie den Kostenabbau in der IT abhänge. Für die Einsparungen beim Personal spreche auch, dass das Institut im Investmentbanking mit geschätzten gut 31.000 Mitarbeitern am personalintensivsten arbeite. In dieser Zahl sind indes Mitarbeiter aus Infrastruktureinheiten eingeschlossen. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Deutsche Bank im Investmentbanking Gesamtkosten von knapp 14 Mrd. Euro ausgewiesen.

Quelle: JP Morgan Cazenove. Die Zahlen sind zum Teil geschätzt.

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