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FRED BAYR: Drei Schritte zu einer glücklicheren Beziehung zwischen Recruitern und Bewerbern

Nach der Zahl der angriffslustigen Kommentare zu schließen, die Leser üblicherweise unter Artikeln über Recruiter auf eFC hinterlassen, steht es mit der Beziehung zwischen dem typischen Recruiter und dem typischen Kandidaten nicht zum Besten.

Manche Kandidaten äußern sich zugegebenermaßen äußerst verächtlich. So handelt es sich bei uns Recruitern nicht etwa um “Abschaum”, vielmehr machen wir bloß unseren Job. Andererseits sind wir Recruiter oftmals zu empfindlich und ärgern uns maßlos über jedwede Kritik.

Da wir in der Beziehung zwischen Recruitern und Kandidaten gewissermaßen der “erwachsenere Teil” sind, liegt es an uns Recruitern, sich um die Verbesserung des Verhältnisses zu bemühen. Denn es gibt eine Möglichkeit, den Riss zu kitten, was der unten stehende Dreipunkteplan aufzeigen soll. Wenn dieser von allen Leuten in der Recruitement-Branche befolgt würde, dann wäre das Verhältnis zwischen Recruitern und Kandidaten weitaus harmonischer. Zumindest würde ich gerne daran glauben.

Vollkommene Ehrlichkeit

Recruiter sollten ehrlich sein. Wir müssen anerkennen, dass es sich bei Kandidaten um menschliche Wesen handelt und nicht um bloße Nummern in einer Datenbank. Wir sollten keine Versprechungen machen, die das Vertrauen der Kandidaten in uns schwächen. Wir dürfen ohne Erlaubnis keine Lebensläufe versenden. Auf keinen Fall sollten wir gegenüber ihren Kollegen ausplaudern, wie viel der Kandidat verdient.

Akzeptanz und Gelassenheit

Bewerber haben echte Jobs mit echten Verantwortlichkeiten. Manchmal putzen die Kandidaten uns herunter. Gelegentlich stimmen Bewerber zu, bei einem Meeting zu erscheinen, nur um uns vom Telefon fortzubekommen. Leider handelt es sich dabei um etwas, was wir zu akzeptieren haben.

Recruiter sollten bescheiden sein. Wir müssen lernen, auch ein “Nein” zu akzeptieren. Wenn ein Kandidat sagt, er werde zu einem Treffen erscheinen und das nicht geschieht, dann müssen wir auch das – ganz stoisch – akzeptieren. Unter keinem Umstand sollten wir Gerüchte in der Finanzbranche als eine Form von Rache streuen.

Das Ende der Arroganz

Ein Recruiter zu sein, kann frustrierend sein. Einige Bewerber sind nicht sonderlich hell, einige sind sogar nicht so hell wie wir. Dennoch gibt uns das nicht das Recht, uns intellektuell überlegen zu fühlen. Ich selbst habe lediglich einen drittklassigen Abschluss in Englisch von der Uni in Winchester (GB) und ich akzeptiere meinen Platz in der Hierarchie vollauf. Selbst wenn ich auf jemanden treffe, der einen Bachelor in Gastronomie hat, verhalte ich mich niemals unhöflich oder anmaßend.

Es braucht nicht viel. Es handelt es sich hierbei um ein Manifest für den Wandel. Eines Tages wird das Verhältnis zwischen Kandidaten und Recruitern besser sein. Und ich, Fred Bayr, habe den Weg dazu aufgezeigt.

Kommentare (1)

Comments
  1. – und wir sollten auch zur angegebenen Zeit zurückrufen
    – keine Versprechen machen, da wir eh keine Position zu besetzen haben (garantiert ist eh wenig, ausser die Steuer und der Tod)
    – vielleicht auch mal in der Branche länger als 5 Jahre gearbeitet haben – und nicht nur als Praktikant für 3 Monate hineingeschnuppert
    -über den Tellerrand hinausschauen und sich nicht wundern, wenn ein potentieller Kandidat über Umwege aus dem Markt erfährt, dass man gerade einen richtigen Auftraggeber hat, und diesen passenden Kandidaten bisher nicht kontaktiert hat

    natürlich gibt es auch “Patienten” auf der (möchtegern-) Kandidatenliste, die ausfallend werden – da mal mitteilen, dass man so nicht vermittelbar sei – als kleiner Tipp zur Recruiter Entlastung

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