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Für achteinhalb Jahre eingebuchtet: Gribowskys Karriere endet hinter Gittern

Hier endet Gribowskys Karriere.

Hier endet Gribowskys Karriere.

Unrühmliches Ende einer steilen Karriere. Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribowsky muss für achteinhalb Jahre hinter Gittern. Das Landgericht München sprach den 54jährigen am heutigen Mittwoch (27. Juni) der Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung sowie der Untreue für schuldig. Gribowsky hatte zuvor gestanden, vom Formel 1-Chef Bernie Ecclestone Schmiergelder in Höhe von 44 Mio. Dollar eingestrichen und nicht versteuert zu haben.

Der zuständige Oberstaatsanwalt Christoph Rodler hatte dem ehemaligen Risikovorstand der BayernLB eine „immense kriminelle Energie“ attestiert und eine Haftstrafe von zehneinhalb Jahren gefordert. Gribowsky, der selbst Jurist ist, hätte die Taten erst zum „spätmöglichsten Zeitpunkt“  eingeräumt. Die Verteidigung hatte indes kein konkretes Strafmaß verlangt. Zu Prozessende hatte der 54jährige die Taten bedauert: „Heute würde man gerne die Zeit zurückdrehen – aber das geht nun einmal nicht.“

Das Geständnis Gribowskys scheint ihm somit wenig genützt zu haben. Es könnte jedoch den Formel 1-Gott Ecclestone in Bredouille bringen. Ecclestone hatte in seiner Zeugenaussage behauptet, er habe Angst vor Gribowsky gehabt und eine Anzeige beim britischen Fiskus befürchtet, die ihn Milliarden hätte kosten können. Ob die Staatsanwaltschaft eine Klage gegen Ecclestone erhebt, steht indes noch nicht fest.

Mit der Verurteilung zählt Gribowsky zu dem kleinen Kreis von Bankern, deren Karriere hinter Gittern endet. Dabei war es mit Gribowskys Karriere zunächst steil bergauf gegangen. So nahm der gebürtige Bremer nach einem Praktikum bei Siemens 1981 ein Jura-Studium in Freiburg auf, das er sieben Jahre später mit einer Promotion abschloss. Anschließend arbeitete Gribowsky für die Deutsche Bank. Von 2003 bis 2007 war er Risikovorstand der Bayern LB und dort für die Veräußerung der Formel 1-Anteile verantwortlich, die die Landesbank im Zuge der Kirch-Pleite erhalten hatte.

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