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GASTKOMMENTAR: Ein Zehnpunkteplan für Initiativanrufe

Girl Banker

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Initiativanrufe und Emails können tatsächlich zu einem neuen Job führen. Falls Sie einige qualitativ hochwertige Kontakte in einer Investmentbank in die Finger bekommen, dann sollten Sie einige Anrufe versuchen.

1. Seien Sie informiert

Sie sollten zumindest den Namen und das Team desjenigen kennen, den Sie anrufen. Wahllos irgendjemanden anzurufen, wird Ihnen kaum weiterhelfen.

2. Recherchieren Sie

Falls Sie nach der Position und der Bank googlen, dann kommen die erstaunlichsten Dinge heraus. So können Sie auf Youtube-Videos des Heads of HR usf. stoßen. Darüber hinaus sollten Sie alle Ihre Kontakte in der Bankenwelt nutzen, um an die Namen von Leuten heranzukommen.

3. Schwafeln Sie nicht

Fassen Sie sich kurz und kommen Sie direkt zum Punkt.

4. Seien Sie sich über Ihr Ziel bewusst

Sie sollten sich ein oder zwei Ziele setzen. Dabei kann es darum gehen, ob jemand von einem Job in seinem Team weiß oder den Einfluss einer Person zu nutzen, um Ihren Lebenslauf an jemanden weiterzuleiten, der Ihnen einen Job verschaffen kann.

5. Optimieren Sie Ihr Timing

Es gibt eine passende Zeit und einen passenden Wochentag für Initiativanrufe. Dazu können Sie meinen Blog über die beste Zeit für einen Initiativanruf oder eine Initiativemail an einen Investmentbanker lesen.

6. Kennen Sie den Bankenzyklus

Falls gerade Recruitment-Saison herrscht – von November bis März – und Sie kurz vor Ihrem Studienabschluss stehen, dann sollten Sie Ihre Zeit lieber damit verbringen, sich über die standardisierten Verfahren bei den Banken zu bewerben. Als Student ist die Zeit, die Sie für die Jobsuche  zur Verfügung haben, wahrscheinlich begrenzt. Daher sollten Sie diese klug einsetzen. Falls Sie bereits berufserfahren sind, dann ist ein Initiativanruf vielversprechender, sofern Sie einen Job haben und sich nur nach einer besseren Chance umsehen.

7. Legen Sie sich eine Strategie für Ihre Anrufe zurecht

Nennen Sie Ihren Namen. Falls Sie dazu kommen, sollten Sie erzählen, wie Sie an den Namen der betreffenden Person gelangt sind. Doch anzugeben, dass Sie die Details über Google gefunden haben, ist keine gute Idee. Denn damit erscheinen Sie als Stalker. Vielmehr sollten Sie einen gemeinsamen Bekannten erwähnen, das hilft dabei, die Leute länger am Telefonhörer zu halten. Geben Sie an, wobei Sie Hilfe benötigen. Falls Sie eine anständige Recherche angestellt haben, dann haben Sie vielleicht über die Person interessante Dinge erfahren.  Überlegen Sie, wie Sie dies nutzen können, um profunde Kenntnisse über die Branche und die betreffende Aufgabe zu demonstrieren, und erklären, wieso Sie gerade hierfür die richtige Person sind.

8. Versuchen Sie ein Versprechen zu erhalten

Bevor Sie den Telefonhörer beiseitelegen, sollten Sie dem Gesprächspartner eine Art versprechen abluchsen: z.B. später wieder anrufen zu dürfen, Ihren Lebenslauf weiterzuleiten oder aber die Einladung zu einem Meeting oder Vorstellungsgespräch. Letzteres ist aber eher unwahrscheinlich. Falls der Anruf zu nichts führt, dann sollten Sie etwas sagen wie: „Sie klingen sehr beschäftigt, ich möchte mich entschuldigen, Sie zu einer unpassenden Zeit angerufen zu haben. Kann ich Sie zu einem besseren Zeitpunkt noch einmal anrufen? Falls sie ja sagen, dann sollten Sie nach der optimalen Zeit fragen. Versuchen Sie die Email der Person zu erhalten – falls Sie diese noch nicht haben.

9. Fassen Sie nach

Falls Sie bei dem ersten Anruf nicht weitergekommen sind, dann schauen Sie, was die zweite Gelegenheit erbringt. Selbst ein dritter Anruf ist noch in Ordnung. Doch falls auch dieser im Sande verläuft, dann sollten Sie von weiteren Anrufen Abstand nehmen.  Die Leute in der Bankenbranche kennen sich und falls Sie als Stalker gebrandmarkt werden, dann wirkt dies sich nachteilig auf Ihre Jobsuche auswirken.

10. Seinen Sie nicht entmutigt

Die meisten Initiativanrufe führen zu nichts. Die Leute werden heutzutage mit Informationen geradezu bombardiert, daher vergessen die meisten die Anrufe wieder, sobald Sie den Hörer beiseitegelegt haben. Das sagt nicht unbedingt irgendetwas über Ihre Arbeitskraft aus. Da der Arbeitsmarkt derzeit sehr schwierig ist, müssen Sie mit Ablehnungen zurechtkommen. Grübeln Sie nicht zu viel über Misserfolge nach, denn hierzu gibt es keinen Grund. Falls es Ihnen gelungen ist, Ihren Lebenslauf weiterzusenden, dann liegt er vielleicht auf irgendeinem Stapel und wenn ihnen etwas an Ihnen gefällt, dann werden sie womöglich später auf Sie zurückkommen, sobald sich eine Chance bietet.

Stellt sich noch die Frage: Sollten Sie anrufen oder eine Email senden? Meines Erachtens besteht der optimale Weg darin, die Leute zunächst anzurufen und ihnen später ggf. eine Email zu senden.

Eine Version dieses Artikels erschien zuerst auch Girl Banker’s Blog.

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