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Landesbank Berlin zieht sich aus Luxemburg zurück: 40 Arbeitsplätze bedroht

LBB

Auch die Landesbank Berlin (LBB) stellt ihre Aktivitäten in Luxemburg ein. Im Großherzogtum unterhält die sparkasseneigene Landesbank eine Niederlassung sowie die Landesbank Berlin International. Einen entsprechenden Bericht des „Luxemburger Wort“ bestätigte eine Unternehmenssprecherin am heutigen Donnerstag (7. Juni).

Obgleich die LBB die Finanzkrise vergleichsweise unbeschadet überstanden hat, trennten sich die Berliner bereits in 2009 von ihrem Wealth Management-Geschäft im Großherzogtum und konzentrierten sich hierzulande auf das Kapitalmarktgeschäft.

Bis 2014 will sich die LBB „sukzessive“ von ihren verbleibenden Aktivitäten trennen. Dabei ließ die Unternehmenssprecherin offen, ob die Einheiten verkauft oder die Geschäftstätigkeit eingestellt wird,  wodurch die 40 verbliebenen Arbeitsplätze akut bedroht wären.

Neben ihrer Geschäftstätigkeit in Luxemburg will die LBB auch ihren Standort in London dichtmachen. Dies wurde mit der „Konzentration auf das kundengetriebene Geschäft“ begründet. Seit der Finanzkrise, in der vier der sieben deutschen Landesbanken mit Milliarden an Steuergeldern gestützt werden mussten, gibt es einen wahren Exodus dieser Institute aus Luxemburg.

So drängte die EU-Kommission die vom Steuerzahler geretteten Institute, ihr Auslandsgeschäft zu reduzieren. Außerdem war es in den politisch kontrollierten Banken nicht länger opportun, an der Steuervermeidung deutscher Bürger im Großherzogtum mitzuwirken. Allerdings zählt ausgerechnet die LBB zu der Minderheit unter den Landesbanken, die während der Finanzkrise keiner staatlichen Finanzspritze bedurfte.

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