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Wie Sie geschickt mit mehreren Jobofferten umgehen

So ein Problem hätte viele Bewerber gerne – besonders heutzutage: sich zwischen mehreren Jobangeboten entscheiden zu müssen. Obgleich sich dies großartig anhört, sollten die Verhandlungen mit großer Umsicht geführt werden. Dies kann sich geradezu um einem Drahtseilakt entwickeln.

Für die Stelle, für die Sie sich entscheiden, sollte mehr als nur Geld sprechen. Dabei sollten Sie auch den Verlauf des Vorstellungsgesprächs und die folgenden Telefonate mit dem potenziellen Arbeitgeber berücksichtigen. Denn der Bewerbungsprozess bei Großbanken, Asset Managern und selbst bei kleinen Private Equity-Boutiquen umfasst oft mehr als nur ein Vorstellungsgespräch.

Bei diesem Prozess kann ein Kandidat den Eindruck gewinnen, dass der Arbeitgeber jemanden schnell finden möchte. Laut Pennell Locey von Keystone Associates sollten Sie dabei Ihre Forderungen – soweit möglich –  nicht allzu detailliert vorbringen. Es gibt sicher keine strengen und einfachen Regeln, mit zwei oder mehreren Jobangeboten umzugehen, was die Angelegenheit recht schwierig gestaltet. Dennoch handelt es sich derzeit um eine beneidenswerte Situation.

Spielen Sie nicht

„Es gibt eine Etikette bei Job-Verhandlungen“, sagt Locey. Vor allem sollten Sie Ihren potenziellen Arbeitgeber nicht täuschen. Inmitten von Verhandlungen ist es besser, sich nicht als schwierige Persönlichkeit zu präsentieren.

„Es ist vollkommen ok zu sagen, dass Ihnen ein anderes Angebot vorliegt und dass Sie keinen Druck ausüben wollen“, ergänzt die Expertin. Denn dies verschafft Ihnen die Zeit, um die verschiedenen Angebote genau zu durchdenken. Vielleicht erzählen Sie dem Arbeitgeber in spe, dass er für Sie die erste Wahl darstellt. Dabei sollten Sie jedoch der Versuchung widerstehen, ein konkurrierendes Angebot vorzutäuschen.

Seien Sie raffiniert

Falls möglich, sollten Kandidaten in einem Vorstellungsgespräch allzu detaillierte Gehaltsverhandlungen vermeiden. Dennoch sollten Sie auf Gehaltsverhandlungen vorbereitet sein, falls Sie in die Ecke gedrängt werden. Informieren Sie sich gründlich über das Unternehmen und die betreffende Stelle, wobei Sie sich selbst nicht unterschätzen sollten. Wenn Sie es angebracht finden, das andere Angebot zu erwähnen, dann sollten Sie ebenfalls Details vermeiden. Erwähnen Sie beispielsweise die Bedeutung des Grundgehaltes und dass die andere Stelle ein höheres Fixum bietet.

„Zu sehr ins Detail zu gehen, wird als unangebracht empfunden. Bleiben Sie beim Allgemeinen und bei Gehaltsspannen“, ergänzt Locey. Die drei zentralen Gehaltsangaben stellen Ihr aktuelles Grundgehalt, das Mindestgehalt für einen Stellenwechsel sowie Ihre idealen Gehaltsvorstellungen dar. Dabei sollten Sie das gesamte Vergütungspaket inklusive Bonus und andere Vorteile betrachten.

Lernen Sie zu verhandeln

Für die meisten Angestellten muss bei einem Stellenwechsel schon ein wenig mehr als eine kleine Gehaltsanhebung herausspringen. Die Aufgaben und der Arbeitsort stellen ebenfalls wichtige Faktoren dar, die es zu beachten gilt. Vergessen Sie nicht über Arbeitszeiten und Dienstreisen zu sprechen, die von Ihnen erwartet werden. Es kann klug sein, auf andere Vorstellungsgespräche hinzuweisen. Die meisten Arbeitgeber bevorzugen selbstbewusste Mitarbeiter.

„Sie können sagen, dass Sie anderswo zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind, doch dieses Unternehmen bevorzugen würden“, bemerkt Locey. „Einige Leute denken, dass dies die Verhandlungen beeinträchtigen könne, doch Ehrlichkeit ist wichtig“, ergänzt die Expertin.

Sie sollten wissen, was für eine Stelle Sie anstreben

Laut Jesse Ryan von Accounting Principals, einem auf Accounting spezialisierten Headhunter, resultiert der Erfolg im Job daraus, die richtige Stelle bei dem richtigen Arbeitgeber zu finden. „Wir raten Kandidaten, die wichtigen Kriterien ihrer angestrebten Stellen auf kurze und lange Sicht vor Augen zu haben – gleich ob es sich um einen Job in demselben oder in einem anderen Unternehmen handelt“, sagt Ryan. Das hilft Ihnen dabei, sich für eine der Offerten zu entscheiden. Dabei sollte Ryan zufolge auch auf das Entwicklungspotenzial in der Position geachtet werden. „Schließlich wollen Sie glücklich werden – Ihnen zuliebe und zum Vorteil des Arbeitgebers“, betont Ryan.

Daher sollten Sie sicherstellen, dass die Stelle dem entspricht, wonach Sie suchen. Letztlich sollten Sie Ihre Gründe für einen Stellenwechsel genau kennen, denn dies hilft Ihnen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

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