Chinesen werben Topbanker der Deutschen Bank ab

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Die Expansionsbestrebungen der Deutschen Bank in Asien haben einen herben Rückschlag erlitten. Der Head of Global Banking for Asia-Pacific Lee Zhang verlässt das Frankfurter Institut und geht als Vizepräsident zur Industrial & Commercial Bank of China (ICBC).

Die Sache ist brisant, da mit Zhang erstmals ein Top-Investmentbanker einer westlichen Spitzenadresse zu einer chinesischen Staatsbank wechselt, wie Bloomberg meldet.

Die Regierung der Volksrepublik versucht seit langem, chinesische Topbanker von westlichen Instituten abzuwerben. Die Spitzenkräfte sollen den chinesischen Instituten bei der Ausrichtung auf das globale Geschäft behilflich sein.

Dem 45jährigen werden überdies enge Kontakte zu chinesischen Führung nachgesagt: "Zhang ist kein Außenseiter in Chinas politischer Welt. Als Mitglied eines wichtigen Beirates - eine politische Stellung, die nur selten Chinesen angeboten wird, die für westliche Firmen arbeiten - hat Zhang die Chance, Spitzenfunktionäre der Regierung zu treffen", heißt es in der halbstaatlichen Tageszeitung China Daily.

"Chinesische Banken wachsen gleichermaßen zuhause und global und darin mag einer der Gründe bestehen, wieso sie Banker aus dem privaten Sektor anziehen", sagt Manfred Jakob, Analyst bei SEB. Dennoch sei die Wachstumsstrategie der Deutschen Bank in Asien auch weiterhin intakt.

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