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Schlechte Nachricht für den Rohstoffhandelsplatz Schweiz: Trafigura verlegt seinen Hauptsitz nach Singapur

Singapore flyover

Die Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Drehscheibe des internationalen Rohstoffhandels entwickelt. Doch der Trend zum Rohstoffhub erhält jetzt einen kräftigen Dämpfer. Laut der englischen Financial Times will der Rohstoff-Handelskonzern Trafigura seinen rechtlichen Hauptsitz aus der Schweiz nach Singapur verlegen.

Hintergrund spielen zum einen die noch niedrigeren Steuern in dem asiatischen Stadtstaat. Handelshäuser wie Trafigura müssten dort lediglich 5 Prozent Steuern zahlen im Vergleich zu 10 Prozent in Kantonen wie Genf oder Zug und sogar 24 Prozent in London.

Doch dies scheinen nicht die einzigen Vorzüge zu sein. „Wir sind in Europa zentralisiert gewesen, aber die Welt entwickelt sich. Das Zentrum des Verbrauchs stellt mittlerweile Asien dar und wir wollen näher an unsere Verbraucher gelangen“, sagte Trafigura-Finanzchef Pierre Lorinet. Dabei will Lorinet selbst nach Singapur ziehen, wo das Unternehmen bereits 150 Trader beschäftigt.

Laut der Financial Times locke der Stadtstaat neben niedrigen Steuern auch mit einem „geschäftsfreundlichen Umfeld“. Doch auch Mitarbeiterfragen scheinen eine gewichtige Rolle zu spielen. So wachse dort der Talentpool und das Backoffice-Personal sei in Singapur deutlich günstiger zu haben als in der Schweiz.

Diese Entscheidung belegt, dass andere Finanzzentren wie Singapur, Hongkong, Shanghai und Dubai sich große Mühe geben, das lukrative Rohstoffgeschäft aus der Schweiz abzuziehen. Allerdings wird der Abschied Trafiguras aus der Schweiz nicht vollständig sein. So will das Handelshaus eine größere Zahl von Tradern am Standort Genf belassen.

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