☰ Menu eFinancialCareers

Pech für den Steuerzahler: HRE-Gewinn stürzt um 90 Prozent ab

Die ehemalige HRE-Chefin Manuela Better

Die ehemalige HRE-Chefin Manuela Better

Das Geschäftskonzept der strauchelnden Hypo Real Estate (HRE) scheint sich für den Steuerzahler auch weiterhin kaum auszuzahlen. So stürzte der Vorsteuergewinn des verstaatlichten Instituts im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraums um 92,6 Prozent auf 12 Mio. ab, wie die HRE am heutigen Dienstag (22. Mai) mitteilte. Das Ergebnis der fortzuführenden  Aktivitäten, die unter dem Namen „Deutsche Pfandbriefbank“ firmieren, brach ebenfalls um 59,6 Prozent auf 21 Mio. Euro ein.

„Wir haben uns in der aktuellen Situation für eine konservative Liquiditätsstrategie entschieden. Daraus resultieren ein geringerer Zinsüberschuss und eine zurückhaltende Akquisition von Neugeschäft“, sagte HRE-Chefin Manuela Better. So hätten die sich der Abbau des Staatfinanzierungsportfolios sowie die Kosten der erhöhten Liquidität negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Dabei wurde das Engagement in Italien, Spanien und Portugal um 1,5 Mrd. Euro zurückgefahren und in Deutschland, Österreich und Frankreich um 2 Mrd. Euro aufgestockt.

Die Vergütung der Mitarbeiter dürfte unter dem schwachen Ergebnis nicht allzu sehr leiden. Denn der Verwaltungsaufwand der HRE sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 7 ,5 Prozent auf 98 Mio. Euro; in der Pfandbriefbank verminderte sich der Verwaltungsaufwand sogar lediglich um 3,7 Prozent auf 78 Mio. Euro. Trotz des mageren Ergebnisses hält die Bank an der Prognose von 100 bis 140 Mio. Euro fest.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier