Landesbank-Ranking: Wer zahlt am besten?

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Ende April hat mit der NordLB die letzte Landesbank ihre Geschäftszahlen für 2009 vorgelegt. Damit besteht jetzt die Möglichkeit, die sechs verbliebenen Institute miteinander zu vergleichen. Dazu hat eFinancialCareers die Sparten Vorsteuerergebnis, Mitarbeiterzahl, Personalaufwand sowie Personalaufwand pro Kopf ausgewählt. Soviel kann schon jetzt verraten werden: Eine Verbindung zwischen Gewinn (oder besser Verlust) und Bezahlung lässt sich kaum ausmachen.

Rote Zahlen von der Nordsee bis zum Alpenrand

Die Landesbanken befinden sich durchweg im Besitz des Staates und der öffentlich-rechtlichen Sparkassen. Dies dürfte den Steuerzahler kaum erfreuen, denn insgesamt summierte sich der Verlust aller Institute auf 5,492 Mrd. Euro, wobei allein die Hälfte auf die BayernLB entfiel. So hat das Münchner Institut vor allem durch das Debakel um die ehemalige Kärntner Tochter Hypo Group Alpe Adria einen Verlust vor Steuern von 2,765 Mrd. Euro aufgehäuft.

Auch bei der NordLB war eine Tochter - die Zürcher Skandifinanz - für den Verlust verantwortlich. Aus einem Betrugsfall muss das Hannoveraner Institut bis zu 134 Mio. Euro abschreiben. Doch mit einem Verlust vor Steuern von "nur" 92 Mio. Euro zählt die NordLB schon zur Spitzengruppe unter den Landesbanken. Lediglich die Helaba konnte einen Vorsteuergewinn von 408 Mio. Euro erzielen.

Institute beschäftigen 47.000 Mitarbeiter

Die meisten Mitarbeiter beschäftigt die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). So arbeiten 13.630 Mitarbeiter bei dem Stuttgarter Bankhaus. Auf Platz 2 folgt mit 11.821 Beschäftigten die Bayern LB. Dagegen erweist sich die HSH Nordbank mit gerade einmal 3610 Beschäftigten als Winzling. Insgesamt arbeiteten bei den sechs Landesbanken 46.698 Beschäftigte.

Milliarden für das Personal

Da allein auf die beiden größten Institute in Stuttgart und München rund die Hälfte aller Mitarbeiter entfällt, liegen LBBW und BayernLB auch bei den Personalkosten an der Spitze. So wandten die LBBW 1,101 Mio. und die BayernLB 926 Mio. Euro für Personal auf. Entsprechend gab die HSH Nordbank mit 388 Mio. Euro am wenigsten für Personal aus. Der gesamte Personalaufwand aller Institute summiert sich auf 3,991 Mrd. Euro.

WestLB am Generösesten

Obgleich die NordLB nur einen moderaten Verlust von 92 Mio. Euro verkraften musste, zahlt das Hannoveraner Institut mit durchschnittlich 74.269 Euro pro Mitarbeiter am schlechtesten. Trotz wiederholter Milliardenverluste ließen die Münchner Kollegen für ihre Mitarbeiter rund 4000 Euro mehr springen und überwiesen durchschnittlich 78.335 Euro.

Auch die Hessen wandten pro Mitarbeiter moderate 80.284 Euro auf. Dabei konnte lediglich die Helaba in 2009 einen Gewinn erwirtschaften. Dagegen scheinen die Mitarbeiter der HSH Nordbank und der WestLB für ihre Verluste belohnt worden zu sein - dies ergibt sich zumindest aus den nackten Zahlen. So kassierten die Mitarbeiter des Instituts aus dem hohen Norden durchschnittlich 107.479 Euro. Noch besser schnitten die Düsseldorfer Kollegen ab. Denn die WestLB erwies sich mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von 120.298 Euro als generöseste Landesbank.

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