Die Personalpolitik wird härter: Doch auf Banken trifft dies nur bedingt zu

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"Es wird härter", so umschreibt eine neue Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability (ibe) die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dies ergeben Umfragen der Ludwigshafener Forschungseinrichtung, die jeweils unter gut 300 Unternehmen in Mai und November/Dezember 2009 durchgeführt wurden.

Demnach hielten gegen Jahresende 77,9 gegenüber 67,3 Prozent der Befragten im Mai Personalabbau für sinnvoll. 67,5 Prozent gegenüber 54,5 betonten die Bedeutung von Versetzungen.

"Härtere Maßnahmen gewinnen an Bedeutung, dennoch agieren die Unternehmen weiterhin sehr vorsichtig und umsichtig", kommentierte Professor Jutta Rump vom ibe das Ergebnis.

Teilentwarnung bei den Banken

Doch trotz der Finanzkrise scheint dieser Trend bei Banken und Versicherungen milder auszufallen. Denn in dieser Branche hielten nur 65,2 Prozent der Unternehmen Personalabau für eine sinnvolle Maßnahme, was keinerlei Veränderung gegenüber Mai bedeutet.

Dagegen stieg in dieser Branche die Bereitschaft zu Versetzungen. 78,2 gegenüber 52,2 Prozent der Unternehmen sahen hierin eine sinnvolle Maßnahme, was für einen erheblichen Umbau innerhalb der Banken spricht.

Auch im Bereich Bezahlung sehen die Personalverantwortlichen mit 91,3 gegenüber 82,6 Prozent ein wichtiges Instrument, worin sich die aktuelle Bonusdiskussion niederschlagen dürfte.

Die konkreten Ergebnisse

Hier die Ergebnisse der Studie für Banken und Versicherungen. Die Prozentzahlen geben an, welcher Anteil der Befragten Maßnahmen in diesem Bereich zu Jahresende und im Mai für sinnvoll erachtet haben:

  • Veränderung der Arbeitszeit (z. B. flexible Arbeitszeitmodelle): 87 gegenüber 82,6 Prozent.
  • Qualifizierung: 91,3 gegenüber 95,7 Prozent.
  • Veränderung des Arbeitsortes (Versetzungen): 78,3 gegenüber 52,2 Prozent.
  • Kooperative Ansätze (z.B. befristete Arbeitnehmerüberlassung): 100 gegenüber 87 Prozent.
  • Monetäre Aspekte: 91,3 gegenüber 82,6 Prozent.
  • Reduktion des Personalbestandes: unverändert 65,2 Prozent.
  • Führung: unverändert 95,7 Prozent.
  • Kommunikation und Verhalten: 100 gegenüber 87 Prozent.
  • Ansätze jenseits des Personalmanagements: 78,3 gegenüber 82,6 Prozent.
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