HVB-Investmentbanker machen vor, wie sich Milliarden verdienen lassen

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Portrait Dr. Theodor Weimer

HVB-Chef Theodor Weimer hat die Kosten im Griff.

Die Investmentbanker der Hypo Vereinsbank (HVB) lassen sich auch von einem schwierigen Marktumfeld nicht stoppen. So generierte die Sparte im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,013 Mrd. Euro, was 16,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren.  Insgesamt erzielte die HVB ein Vorsteuerergebnis von 1,121 Mrd. Euro, wie das Institut am heutigen Freitag (11. Mai) mitteilte. Auch damit übertraf die Münchner Tochter der italienischen Unicredit ihr Ergebnis aus dem ersten Quartal 2011 um 12,7 Prozent.

Die Investmentbanker der HVB waren damit allein für über 90 Prozent des Ergebnisses verantwortlich. Der Erfolg ging vor allem auf das Handelsergebnis der Sparte zurück, das um 53,6 Prozent auf 782 Mio. Euro zulegte.

Damit schaffte das Institut eine Eigenkapitalrendite von stolzen 20 Prozent; die Kosten-Ertragsquote verbesserte sich binnen Jahresfrist von 44,2 auf 43,1 Prozent. Trotz des guten Ergebnisses geht der Personalabbau weiter. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich um 1 Prozent auf 19.243 Beschäftigte (umgerechnet auf Vollzeitkräfte).

Von dem Geldsegen scheinen die Investmentbanker auch ein wenig abzubekommen. So legte der Personalaufwand im Corporate and Investment Banking um moderate 4,4 Prozent auf 165 Mio. Euro zu. Die Kostenertragsquote verbesserte sich von ohnehin schon sehr guten 29,1 auf 26,5 Prozent.

In den übrigen Geschäftsbereichen der Bank sieht es hingegen weniger rosig aus. Im Segment Privatkunden und kleine und mittlere Unternehmen brach das Vorsteuerergebnis von 40 auf 11 Mio. Euro ein. Die Kostenertragsquote stieg binnen Jahresfrist von 86 auf 98,8 Prozent.

Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden sieht die Situation kaum besser aus. Dort purzelte der Vorsteuergewinn von 31 auf 18 Mio. Euro und die Kostenertragsquote verschlechterte sich von 55,9 auf 68,9 Prozent.

Für den Rest des Jahres zeigte sich HVB-Chef Theodor Weimer weniger optimistisch: „Die positiven Konjunkturerwartungen in Deutschland werden von rezessiven Entwicklungen in mehreren Euro-Ländern überschattet. Ich gehe deshalb nicht davon aus, dass die Ertragsdynamik des ersten Quartals im Jahresverlauf  anhalten wird. Insgesamt sind wir mit unserer hervorragenden Kapitalausstattung und sehr solider Refinanzierung auch im einem schwierigen Marktumfeld bestens aufgestellt.“

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