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Geldmaschine Hannover Rück: Jeder Mitarbeiter generiert 177.000 Euro

Bei dem guten Quartalsergebnis sollte Hannover Rück-Chef Ulrich Wallin eigentlich lächeln.

Bei dem guten Quartalsergebnis sollte Hannover Rück-Chef Ulrich Wallin eigentlich lächeln.

Während die Banken immer noch unter der Finanzkrise leiden, kann die Hannover Rück mit einem außerordentlich guten Ergebnis glänzen. Die Niedersachsen strichen im ersten Quartal einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 393,2 Mio. Euro ein, wie aus den am heutigen Donnerstag (3. Mai) vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht.

Jeder der 2223 Mitarbeiter des Hauses trug also durchschnittlich fast 177.000 Euro zum Ergebnis bei – und das allein im ersten Quartal. Zum Vergleich: Im „Corporate and Investment Banking“ der Deutschen Bank waren es gerade einmal gut 140.000 Euro pro Kopf.

Beim Personalaufwand sieht das Bild indes ein wenig anders aus. So wendete die Hannover Rück für ihr Personal insgesamt 48,6  Mio. Euro auf, womit die Hannoveraner für jeden ihrer Beschäftigten von Januar bis März knapp 21.900 Euro springen ließ. Im Investmentbanking der Deutschen Bank waren es hingegen etwa 108.300 Euro.

Niedrige Schäden und hohe Anlageerträge

„Ausschlaggebend hierfür waren die sehr zufriedenstellenden versicherungstechnischen Ergebnisse in der Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie ein sehr gutes Kapitalanlageergebnis“, sagte Hannover Rück-Chef Ulrich Wallin.

Vor allem die ausgebliebenen Großschäden ließen die Gewinne sprudeln. So belief sich die Netto-Großschadenbelastung auf  gerade einmal 60,6 Mio. Euro. Die größte Belastung stellte mit 45 Mio. Euro der Untergang der Costa Concordia dar. Im Vorjahr belief sich dieser Wert noch auf 572,1 Mio. Euro. Mithin verringerte sich die Schaden-/Kostenquote binnen Jahresfrist von 123,8 auf 96,8 Prozent. Doch auch die Asset Manager des Hauses können sich sehen lassen. So  wuchs das Kapitalanlageergebnis trotz des turbulenten Marktumfeldes um 12,4 Prozent auf 440,6 Mio. Euro.

Nach dem schweren Erdbeben in Japan vor gut einem Jahr konnte die Hannover Rück die Prämien „nochmals deutlich“ steigern; in Südkorea sah es ähnlich aus. „Aufgrund der insgesamt guten Geschäftschancen sowie ihrer strategischen Ausrichtung erwartet die Hannover Rück ein gutes Geschäftsjahr 2012“, wie das Unternehmen ausführte.

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