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„Wirtschaftskrieg“ der USA und EU bedroht 20.000 Arbeitsplätze in der Schweiz

UBS-Chef Sergio Ermotti

UBS-Chef Sergio Ermotti

Nicht nur deutsche Politiker wie der damalige deutsche Finanzminister Peer Streinbrück vergreifen sich im Ton. Während der SPD-Politik die „Kavallerie“ ausreiten lassen wollte, um die Schweiz zu Räson zu bringen, beschuldigt UBS Chef Sergio Ermotti die USA und die EU, einen „Wirtschaftskrieg“ gegen die Schweiz anzuzetteln.

Seit 2008 werde die Schweiz von außen attackiert, um den Finanzplatz in die Knie zu zwingen, sagte der Tessiner im einem Interview mit der Schweizer „SonntagsZeitung“.  Die Schweizer Banken verwalten ausländische Vermögen von 2,2 Billionen Franken.  Von den Assets under Management der UBS und der Credit Suisse wollten sich ausländische Konkurrenten, aber auch inländische Mitbewerber ein tüchtiges Stück abschneiden.

Durch die Einführung der Abgeltungssteuer in Abkommen mit Deutschland, Großbritannien und anderen Staaten würden 20 bis 25 Prozent der ausländischen Assets under Management abfließen. „Einzelne Banken werden Verluste machen, müssen Kosten senken, fusionieren oder werden übernommen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren auf dem Schweizer Finanzplatz rund 20 Prozent der Jobs, also 20.000 Arbeitsplätze, verloren gehen“, prophezeite der UBS-Chef.

Dennoch unterstützte Ermotti auch weiterhin die Weißgeldstrategie der Schweiz. Die Umstellung sei jedoch überstürzt erfolgt. Eine sukzessive Umstellung in fünf bis sechs Jahren wäre optimal gewesen. Gegen einen automatischen Informationsaustausch mit der EU und Drittländern sperrt sich Ermotti auch weiterhin. Dennoch ließ es sich ein Hintertürchen offen. „Der Informationsaustausch ist eine Option für die Zukunft“, sagte Ermotti.

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